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Gegensatz oder Gleichklang? Fernsehsendung ergab keine Antwort

Wer sich gestern im „Nachtcafé“ eine Antwort auf die Frage „Gegensatz oder Gleichklang, was ist besser“ erhofft hatte, wurde enttäuscht. Klar wurde nur, dass die Liebe facettenreich ist und keinem Gesetz wirklich folgt. Allerdings wurde auch noch etwas anderes klar: Wer es sich leisten kann, kann sich auch in der Liebe manches leisten: Ralph Siegel und seine wesentlich jüngere Partnerin Kriemhild standen dabei für das Standardklischee eines Mannes, der eine Frau im Alter seiner Tochter heiratet. Dankenswerterweise zeigte auch die Stuttgarterin Helga Lopez, die sich ihren letzten Ehemann einfach „leisten konnte“ – einen Mann, der offenkundig auf ihre Kosten lebte.

Sehr liebevoll kamen der indische Arzt Vallabhbhai Patel und seine Frau Ute daher – mindestens ein Beispiel, dass Liebe, gepaart mit Weisheit und viel Humor, alle Grenzen überwinden kann. Gleich sind die beiden ganz und gar nicht, und gerade in ihrem Fall fragte man sich als Zuschauer: „Ja, warum sollten sie auch gleich sein?“

Enttäuschend war die Fachfrau in der Runde, Eva-Maria Zurhorst. Was manche in ihrem Buch gelesen haben wollen, scheint zuzutreffen: Sie ist glaubwürdig, solange sie Binsenweisheiten verbreitet, doch sobald es ans „Eingemachte“ geht, kommt eine Mischung aus Unsicherheit und Überheblichkeit auf den Zuschauer zu, die kaum noch überzeugt. („Liebe dich selbst – und es ist egal wen du heiratest!“).

Der Streit von Frau Zurhorst mit Guido Eckert, dem Autor des „Zickenbuches“, („Zickensklaven – wenn Männer zu sehr lieben“) der offenbar in die Sendung eingeplant war, wollte gar nicht gelingen. Herr Eckert zeigte, wie man sich gegen wissenschaftliche Großspurigkeit am besten wehrt: Mit Humor – und damit bewies er auch, dass er die Zicken seines Lebens inzwischen überwunden hat.

Was am Ende bleibt? Dieselbe Frage wie diejenige, die Wieland Backes an den Anfang stellte: „Ziehen sich sprichwörtlich Gegensätze an oder gesellt sich eben doch Gleich und Gleich gern?“ Wer sie stellen will, kann dies immer wieder tun, denn sie ist so unsinnig wie die Frage, ob Geld glücklich macht oder nicht.

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