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Fett werden oder Sex haben – die Apotheker Pfannkuchen Story

Der Apotheken Umschau ist es zu verdanken, dass wir mal wieder die Freude haben, ihnen zu verraten, wie Wissenschaft und Presse funktionieren, wenn sie nicht funktionieren. Dazu muss man diese Pressemitteilung der Apotheken Umschau kennen, die wir genüsslich zitieren: (wörtlich)

Baierbrunn (ots) – Ob Frauen in der nächsten Zeit eher viel oder wenig Sex haben, lässt sich voraussagen, berichtet die „Apotheken-Umschau“. Forscher des Dartmouth College in New Hampshire (USA) legten 58 Studentinnen Fotos nackter Paare, süßer Pfannkuchen oder knuddeliger Hunde vor und beobachteten die Hirnaktivität im Kernspintomografen. Je stärker das Belohnungszentrum im Gehirn auf die Erotikfotos reagiert hatte, desto sexuell aktiver waren die Frauen im folgenden halben Jahr. Waren sie eher auf die Pfannkuchen „angesprungen“, legten sie an Kilos zu.

Nun sind 58 Studentinnen, die im Originaltext als „Freshmen“ (Studienanfänger) bezeichnet wurden, nicht eben viel – und das wusste das „Dartmouth College in New Hampshire“ natürlich auch. Die Frage war auch nicht, ob „Frauen in nächster Zeit eher zu viel oder zu wenig Sex haben“, wie die Umschau es formulierte. Viel mehr ging es darum, ob das neue und eigenständigere Leben der Studentin Einfluss auf ihre Gelüste haben würde. Dazu legte man den Studentinnen in der Tat Fotos von Nahrungsmitteln, Landschaften, Tieren und Menschen vor – unter andrem auch erotische Szenen.

Dabei wurde ein Verfahren eingesetzt, da in den letzten Jahren Furore machte: Mit einem Kernspintomografen (MRI) werden dabei bestimmte Gehirnregionen abgescannt – in diesem Fall jene, die für das Belohnungssystem (Nucleus accumbens) zuständig ist.

Dabei stellte sich nach Forscherangaben heraus, dass diejenigen jungen Frauen, deren Hirn besonders stark auf Erotik reagiert hatte, auch am meisten sexuelle Befriedigung suchten. Im Gegensatz hätten diejenigen Frauen, die auf Nahrungsmittel wie etwa Kuchen abgefahren waren, ein halbes Jahr später deutlich an Gewicht zugelegt.

Letztendlich ließ sich damit nur beweisen, dass sich das Selbst-Belohungsverhalten verselbstständigt, wenn man (wie diese jungen Studentinnen) plötzlich frei wählen kann, mit was man sich selbst belohnen möchte. Die Grundlagen, so vermuten die Forscher, würden aber schon vorher gelegt – sie hätten ursächlich nichts mit dem Studienbeginn zu tun.

Es war also mal wieder nichts mit der Aussage „Wie es Forschern gelingt, bei Frauen Lust auf Sex vorauszusagen“ – wir Männer müssen uns weiterhin auf unsere Intuition verlassen.

Objektiver waren internationale Medien wie NBCnews oder PopSci.com.

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