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Falschinformationen über eHarmony und eDarling

Seit Monaten schon verbreitet das eHarmony-Blog, das mit der gleichnamigen US-amerikanischen Partneragentur eHarmony nichts zu tun hat, haarsträubende Meldungen über eHarmony und eDarling.

Die neueste Falschmeldung besagt, dass „eDarling in Deutschland 2013 „offline“ gehen würde – unter angeblicher Berufung auf einen Artikel in „Venturvillage“.

Die Sache stinkt zum Himmel, denn daran ist kein Fünkchen Wahrheit. eDarling war ursprünglich weder ein „Clone“ von eHarmony, noch beabsichtigt man, „offline“ zu gehen. Die einzige Tatsache, die der Artikel enthält, besteht darin, dass eDarling nach verschiedenen Presseberichten ein Büro in Berlin eröffnen wird, in dem eine persönliche Beratung in Sachen „Partnersuche im Internet“ angeboten wird.

Der Autor, dessen Name der Liebepur bekannt ist, zögert danach nicht, die üblichen Hasstiraden über die Online-Dating-Szene zu verbreiten. Was er wirklich will, ist eine neue Matchingmethode zu verbreiten, die nach seiner Meinung zu präzisieren Übereinstimmungen führt – nach Meinung der Mehrheit der Experten aber mathematischer Unsinn ist.

Die Fakten sehen ungefähr so aus: Gegenwärtig könnten zwischen 30 Prozent und vier Promille aller in einer Umgebung denkbaren Partner zu einer Person „passen“. Die große Diskrepanz ergibt sich daraus, ob schon eine soziale, intellektuelle und emotionale Vorauswahl erfolgte (zum Beispiel in einvernehmlichen Freundes- oder Kollegenkreisen) oder ob es sich um eine „große Anzahl“ handelt, die relativ unqualifiziert in der gleichen Gruppe zu finden ist. Letzteres ist beim Online-Dating in der Regel der Fall. Man kann also bei einer gegenwärtigen, mit mathematisch-psychologischen Methoden betriebenen Online-Partneragentur annehmen, dass etwa einer von 250 Partnern „passt“. Wer diese Zahl, wie der Autor des Blogartikels im eHarmony-Blog, „verbessern“ will, bekommt mathematisch weniger „Matches“. Das heißt also, dass für einen Suchenden dann nicht mehr „einer von 250“ Partnern zur Verfügung steht, sondern mit jedem zusätzlichen Merkmal weniger. In Zweierpotenzen gemessen und gerundet also „eine von 500, 1000, 2000, 4000, 8000 oder16.000 Personen – je nachdem, wie weit der sogenannte „Algorithmus“ verfeinert wurde. Solche Verfahren laufen am Ende darauf hinaus, dass es immer weniger “theoretische passende“ Partner gibt.

Nun sind diese „theoretisch passenden Partner“ aber nicht diejenigen, die sich am Ende auch mögen, denn es gibt keine vernünftige Relation zwischen angeblicher Übereinstimmung von Persönlichkeit und der Bereitschaft, sich ineinander zu verlieben. So kommt es, dass am Ende bei sogenannten „verfeinerten“ Methoden gar kein „Match“ mehr wirklich passt – und das wäre das Ende der Datingbranche. Wer dennoch an solche Zahlenspiele glaubt, sollte sich vergegenwärtigen, dass alle Agenturen bei ihren „aktuellen Mitgliedern“ mit Mondzahlen arbeiten. Das heißt, dass sie deutlich weniger aktive und zahlende Mitglieder haben, als öffentlich angepriesen wird.

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