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Dating: Der Betrug, das Mogeln und die andere Realität

Die Welt ist voller ehrlicher Menschen, doch offenbar sind einige Autorinnen und Autoren ständig damit beschäftigt, uns eine Welt voller Lügen vorzuführen. Es war und ist mir immer wieder unverständlich, was diese Kampagnen bewirken sollen. Ein „Großteil der Lügen beziehe sich auf die Optik“ heißt es da beispielsweise, und als Kronzeuge wird das Foto angeführt, denn „die Absender verschicken beispielsweise Bilder, die digital bearbeitet wurden und nun lange nicht mehr aktuell sind“.

Die Realität: eher miese Fotos als geschönte Fotos

Wer sich die Realität kennt, kommt allerdings eher zur gegenteiligen Meinung: Viele der Bilder spotten jeder Beschreibung, weil sie einfach absolut miserable Fotografien sind. In typischen “offenen“ Singlebörsen ist etwa ein Drittel der Bilder katastrophal, und ein weiteres Drittel hat vermeidbare Mängel. – und gegen die Bearbeitung mit Photoshop spricht gar nichts, solange das Bild nicht völlig verfälscht wird. Jeder Profi-Fotograf „schönt“ seine Bilder durch lichttechnische, optische oder digitale Hilfsmittel. Wie bitte, es soll schon Betrug sein, sich schön zu präsentieren?

Das Lamentieren um „betrügerische Absichten“

Noch etwas nervt mich mehr und mehr: das Lamentieren über jene Männer, die sich angeblich in „betrügerischen Absichten“ den Frauen nähern. Diese Frauen sollten etwas näher hinschauen, bevor sie von „Betrug“ sprechen, denn „Betrüger“ wollen vor allem Geld – und keine Liebesnächte.

Der Stellenwert der „gewährten“ Liebesnacht sinkt

Überhaupt Liebesnächte: Immer noch glauben viele Frauen, namentlich solche über 40, dass die Liebesnacht einen hohen Tauschwert hat. Das bedeutete: Sie meinen, sie würden etwas sehr Wertvolles schenken, für das sie als Gegenleistung Bindung verlangen können. Ob man es nun beklagt oder nicht – die körperliche Liebe wird heute von vielen Frauen relativ freizügig verschenkt, womit der Wert einer Liebesnacht der Inflation preisgegeben wurde.

Riskante Partnersuche im Internet?

Ist das alles eigentlich im Internet so viel anders als in einer Bar, einem Zugabteil oder bei einer U-30-Party? Der Artikel “Riskante Partnersuche im Internet“, der kürzlich im „Hamburger Abendblatt“ erschien, versuchte diesen Eindruck zu erwecken, im Internet sei das „Risiko“ besonders hoch. Im Artikel selber werden zudem noch Emotionen aufgepeitscht, die ich anderwärts auszugsweise bereits zitiert habe. Da ist von „belogen und betrogen“ die Rede, und von der „schamlosen“ Ausnutzung der Sehnsüchte. Am Ende wollte das „Abendblatt“ wissen, welche Erfahrungen andere Leserinnen und Leser gemacht haben – dazu gibt es nun Stellungnahmen, die hier veröffentlicht wurden.

Die Suche nach Lust und Leidenschaft beinhaltet immer auch Egoismus

Wissen Sie, liebe Leserinnen und Leser, die Suche nach Lust und Leidenschaft ist nie frei von Egoismus. Dieser Erfahrung machen im Übrigen nicht nur Frauen – auch viele Männer sind inzwischen betroffen. Das Schema ist dabei immer gleich: Ein Mensch, der vorgibt, eine Partnerin oder einen Partner zu suchen, wirkt immer seriöser als ein Mensch, der von vornherein nur ein Abenteuer sucht, und sie oder er darf auch damit rechnen, dass die Geliebte oder der Lover sich dann mehr anstrengt, die Liebesnacht wirklich „schön“ zu gestalten, denn er/sie glaubt ja, dass es nicht die Letzte sein wird.

Singlebörsen für lustbetonte Frauen oft attraktiver als Casual Dating

Das ist auch der Grund, warum viele lustbetonte Frauen gar nicht auf die Idee kommen würden, bei „Casual Dating Agenturen“ Mitglied zu werden – sie glauben, dass sich ihre Bedürfnisse eleganter bei Singlebörsen erfüllen lassen du nicht dort, wo es ohnehin nur um den schnellen Sex geht.

Tacheles: Frauen sind ihres Glückes Schmiedin – genau wie Männer

Reden wir Tacheles: Die Welt der Partnersuche ist eine Welt, in der es Chancen und Risiken gibt, und in der alle Arten von Bedürfnissen gesucht und gefunden werden. Das war übrigens noch nie anders, denn auch bei der traditionellen Partnersuche war der „Filou“ oft im Vorteil gegenüber dem „knochenehrlichen“ Mann mit Heiratswunsch. Frauen, die das ignorieren, sollten einmal in den Spiel ihrer Seele schauen, ob sie eher einen heiratswilligen Langweiler oder einen lebensfrohen Abenteurer wollen. Ich habe in diesem Magazin oft genug (und sehr intensiv) darauf hingewiesen, dass jede Frau ihres Glückes Schmiedin und jeder Mann seines Glückes Schmied ist – aber vor allem gilt eines: Die Verantwortung trägt am Ende jeder für sich selbst, und jeder muss für sich selbst entscheiden, wo seine Chancen und wo seine Risiken liegen.

Die Autorin Judith Alwin sagt es im „Herzklopfen-Blog“ von neu.de viel einfach als ich, nämlich so:

«Einige davon gehören zu den „Guten“. Ein paar sind mit einem schlechten Charakter ausgestattet. Genauso wie im „richtigen Leben“! Wen wundert´s? Da kommen sie ja auch her! »

Freilich geht es in Wahrheit nicht um „gut“ und „böse“, und auch nicht um den „schlechten“ oder „guten“ Charakter, sondern oft nur darum, die eigenen Wünsche möglichst schnell und problemlos in die Tat umzusetzen – und dann sagen Frauen und Männer eben, sei sein auf der Suche nach Partnern, während sie in Wirklichkeit die eigene Lust im Kopf haben.

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