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Liebe vor Karriere – Mahnung an Abiturienten (und an Sie)

das reifezeugnis – auch eine fahrkarte für das glück?

Die Festreden zum Abitur sind oft ohne wirklichen Sinn: „Ja, ihr habt es geschafft, aber jetzt liegen noch viel größere Aufgaben vor euch, und morgen werdet ihr wieder Leistungen bringen müssen, und dies wird sich das ganze Leben nicht ändern:“ so oder ähnlich habe ich es oft gehört.

Gestern hörte ich es anders, dem Sinn nach etwa so:

Die meisten von Ihnen denken jetzt an ihre Karriere, aber vergessen Sie darüber nicht, ihr persönliches Glück zu finden.

Sicher – das geschah an einer Ausnahmeschule, die einem Elitegymnasium schon recht nahe kommt – und ob die Mahnung gehört wurde, ist auch ungewiss.

Tatsache ist aber, dass immer mehr junge Menschen – und unter ihnen leider auch immer mehr Frauen – ihr Lebensglück mit Karrieren ruinieren. Die „Schuld“ trägt dann am Ende irgendein „Ismus“ vom Materialismus bis Kapitalismus. Nur einer trägt nie die Schuld: Sie.

Es ist wie die Frage nach der Schuld von Verführer und Verführtem. Der Verführer mag noch so offensiv sein, der Verführte kann die Verführung jederzeit verweigern – und also sind die Verführten die eigentlich Schuldigen.

Ähnlich ist es auch mit der Sucht nach Karriere, Ruhm und Ehre. Am Ende zahlt sich das Rattenrennen nur sehr bedingt aus, vor alle dann, wenn man die Liebe immer wieder verschoben, abgeschoben und verschlossen hat. Später … ja … später ist dann die Antwort: Später werde ich einmal heiraten und Kinder haben. Später? Wann denn später?

Sagen Sie nicht: „Im Moment geht es nicht“ zur Liebe. An meinem Schreibtisch klebte wochenlang ein Zettel: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ als es darum ging, meinem Leben eine Wendung zu geben. Genau das frage ich Sie heute auch: wenn nicht jetzt einen Partner suchen, wann dann?

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