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Feminismus – beibehalten, neu definieren oder aufgeben?

Das Monster lauert überall

Das Monster ISMUS lauert überall

Der Feminismus der frühen Jahre wurde stark geprägt von drei Einflüssen: Marxisten und Sozialisten auf der einen Seite, die vor allem „das Menschenrecht“ und die gleiche Entlohnung im Auge hatten. Ihnen folgten bald politisch-lesbische Kreise, die als Speerspitze der Bewegung vor allem eine Gegnerschaft zum Mann aufbauten. Flankiert wurde diese Art von Feminismus stets von einem theoretischen Überbau, der sich, wie heute üblich, als gottgleiche Instanz der Definition verstand und die Regeln so festklopfte wie die Zehn Gebote.

Feministin – weiße Haut, rhetorisch stark und Heilsbringerin?

Diese Frauen hatten erstaunlicherweise nahezu alle eine weiße Haut, waren West-Europäerinnen oder US-Amerikanerinnen, konnten Doktrinen herunterbeten und waren von einer gewissen missionarischen Heilserwartung geprägt. Frauen, die sich nicht mit dem neuen Bild nicht identifizieren konnten, schwiegen zumeist, gleichgültig, ob sie derzeit „unterdrückt“ oder „emanzipiert“ waren. Eine andere Hautfarbe, Lebenseinstellung, ethnische Herkunft, religiöse Einstellung, soziale Umgebung oder Ausbildung – und schon galten die mühsam erarbeiteten Grundsätze nicht mehr.

Ein anderer Feminismus heißt weibliches Selbstbewusstsein

Grundsätzlich anders verhielt sich von Anfang an die selbstbewusste, gut verdienende, sich selbst als feminin definierende Frau. Sie setzte sich einfach ab von der Bewegung, denn sie war ja schon emanzipiert. Es scheint, als wären die meisten heutigen emanzipierten Frauen ihrem Beispiel gefolgt, das auf Bildung, Einkommen, Selbstbewusstsein und dem Erkennen der eigenen Potenziale beruht. Spricht man mit Frauen dieser Art, so hört man so gut wie niemals Worte wie „Emanzipation“ oder „Feminismus“.

Feministisch ist, was Frauen wünschen

Heute gibt es eine Bewegung, die einen völlig neuen Feminismus propagiert: Feministisch ist, was Frauen sich von Leben wünschen. Die Themen Mode (insbesondere schicke Dessous), Sinnlichkeit (insbesondere Verführungen) und Sex (insbesondere Lust schenken) , die zunächst zu „Unthemen“ erklärt wurden, gerieten bereits vor Jahren wieder in den Fokus vieler bekannter und selbstbewusster Frauen, wurden aber nicht als „feministisch“ eingestuft.

Doch mittlerweile hat das Schiff „Feminismus“ einen neuen Kurs aufgenommen: die „Schlampenbewegung“ kommt feminin daher, obgleich sie sich gegen den „männlichen Blick“ richtet, und sogar Pornoproduzentinnen und Prostituierte sagen von sich, sie seinen bis zu den Knochen feministisch.

Feminismus oder Individuelles Selbstbewusstsein?

Die Frage ist sicherlich, ob dies alles tatsächlich etwas mit Feminismus zu tun hat, und falls dies bezweifelt wird, sollten wir auf den Schwanz gucken, nämlich dem „Ismus“, der dem Feminismus anhängt.

Ähnlich wie Sozialismus, Marxismus und – konträr dazu vielleicht Liberalismus und Kapitalismus – ist auch der Feminismus von knatternden Gebetsmühlen bestimmt, von Inquisitoren durchseucht, die nach Ketzern suchen und letztendlich ist jeder „Ismus“ ein morsches Gebälk, das dringend der Renovierung bedarf.

Im Grunde versucht in allen Fällen das Individuum, die eigenen Wünsche neu zu definieren und sich nicht länger der geistigen Knechtschaft der etablierten Institutionen zu unterwerfen.

Ohne Glaubenssätze durch den Dschungel des Lebens gehen

Ob Glaube, Liebe, Sex oder Geschlechtlichkeit an sich – heute definieren sich mehr und mehr Menschen nicht mehr anhand von Glaubenssätzen, sondern finden ihren eigenen Weg durch den Dschungel des Lebens. Es ist gar keine Frage, dass der Feminismus dabei neu definiert erden muss, wenn er nicht wegstreben will.

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