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Web 2.0 – Schlechte Chancen für neue Kontakte

Wie schön, dass inzwischen niemand mehr weiß, was „Web 2.0“ bedeutet – wenn das Wort überhaupt jemals eine Bedeutung hatte. Klar ist inzwischen, dass es bei Web 2.0 einige interessante Entwicklungen gibt. Das Prinzip ist ja: Man stellt ein bisschen Technologie zur Verfügung (mal mehr, mal weniger), und sorgt dafür, dass die Benutzer kräftig Inhalte produzieren. Sind sie einmal da, so hofft man auf Interessenten – und sind die dann auch da, dann kann man damit richtig Geld verdienen.

Warum, um Himmels willen, funktioniert dies bei XING oder StudiVZ, nicht aber bei Single-Netzwerken? Bei beiden geht es doch um Kontakte?

Die Antwort ist simpel: Weil bei solchen Web 2.0-Einrichtungen nur wenige neue Kontakte zustande kommen. Das haben jetzt jedenfalls Wissenschaftler an der Web 2.-Einrichtung StudiVZ festgestellt, deren Mitglieder bislang als äußerst kontaktfreudig galten: Gerade mal fünf Prozent gaben an, dort „viele oder sehr viele neue Leute“ kennengelernt zu haben – die meisten, so scheint es, kannten sich schon – und sie pflegen über das Netzwerk nur lockere Kontakte – wie ich meine, ist es bei XING kaum anders.

Was bedeutet dies für „Web 2.0-Singlebörsen“? Vor allem, dass sie nicht funktionieren. Wer eine Partnerin oder einen Partner sucht, will keine alten Bekannten wiederfinden – er sucht neue Begegnungen. Doch so einfach das ist – die Glücksritter, die auf Web 2.0-herumreiten und damit das große Geld machen wollen, werden nicht alle.

Damit dürften auch die auf den ersten Blick faszinierenden Argumente für Web 2.0-Single-Netzwerken vom Tisch sein: Sie hatten in den letzten Monaten mit der „natürlichen Suche wie im Alltag“ geworben. Tatsache ist allerdings, dass man bei dieser „natürlichen Suche“ in vielen Web 2.0-Einrichtungen schon bald auf Damen aus Russland, Afrika und neuerdings sogar aus Deutschland trifft, die mit vorgefertigten Texten auf Abzocke gehen wollen.

Auch der Grund dafür ist sehr einfach: Den Jungunternehmern wird erklärt, dass sie eigentlich gar kein Personal brauchen würden – die Web 2.0-Welt würde sich automatisch regulieren. Wenn sie bemerken, dass eine Invasion von Betrügerinnen bei ihnen eingefallen ist, ist es oft schon zu spät – der Ruf ist im Eimer.

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