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Soziale Netzwerke – zu viele, zu schlecht

Wer denkt, ich hätte etwas gegen soziale Netzwerke, der muss dumm sein. Wir alle brauchen das soziale Netz mehr oder weniger, um zu leben, zu lieben, zu arbeiten und uns aneinander zu freuen.

Soziale Netzwerke wie XING oder StudiVZ haben eine gewisse Berechtigung – wenngleich nicht die, die sie glauben zu haben. Aber Schulfreunden nachzuspüren oder sich an die Kommilitoninnen und Kommilitonen wieder zu erinnern, kann hilfreich bei der Karriere und im privaten Bereich sein. Wer dabei in Euphorie verfällt, sei gewarnt – für den besten Job wird der beste Experte gesucht – und das ist nicht unbedingt der Schulfreund. Mit der Partnersuche verhält es sich da ganz ähnlich: Auf Tagungen kommt man sich eher näher als im Forum von XING.

Was außerhalb von XING und StudiVZ abläuft, ist – sehr milde ausgedrückt – katastrophal. Ein Freund ist nicht deshalb ein Freund, weil er in der gleichen Stadt wohnt, sondern weil ich gerne mit ihm arbeite oder wandre. Wobei mir überhaupt auffällt: „Soziale Netzwerke“ gibt es schon in Städten ab 25.000 Einwohner – glauben Sie wirklich, diese Leute würden nicht zueinanderfinden? In Großstädten sieht das schon anders aus – dort will der Neubürger vielleicht wissen, wohin er gehen kann. Aber letztendlich (erinnern Sie sich an ihre eigene Studienzeit oder die Zeit in einer fremden Stadt?) sind die Kreise, die sich dann treffen, keine Wunschgemeinschaften, sondern „Wenn-es-gar-nicht-anders-geht“-Gemeinschaften. Man geht mal hin, weil man sich langweilt.

Von diesen Langweilergemeinschaften gibt es mittlerweile erheblich zu viele – und keine dieser Gemeinschaften (außer den bereits genannten) hat das Potenzial, einmal wirkliche soziale Leistungen zu vollbringen. Schade? Nein, keinesfalls. Ihre sozialen Leistungen können Sie alle gerne hier, auf der richtigen Erde im richtigen Leben vollbringen. Dort sind sie zudem noch bei Weitem wirkungsvoller.

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