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Auf und nieder – wie die Anzahl der Sexpartner manipuliert wird

Orgien nicht inbegriffen -die Anzahl der Sexpartner

Orgien nicht inbegriffen – die Anzahl der Sexpartner

Frauen haben wesentlich weniger Sexpartner als Männer Sexpartnerinnen haben. So jedenfalls das Mantra der Sexualforscher, Feministinnen und Gutmenschen. Nun mag das durchaus stimmen, wenn man berücksichtigt, wie viele Männer ihre Sexualakte mir Huren vollzogen. Nur: Die werden normalerweise gar nicht mitgezählt – so wenig, wie man einen Schokoriegel als Mahlzeit zählt.

Also fragt sich: Wenn ganz gewöhnliche Männer mit ebenso gewöhnlichen Frauen unter ganz normalen Bedingungen schlafen, wieso haben dann die Männer weitaus mehr Geschlechtsverkehr als Frauen?

Die plausibelste Antwort: weil Frauen ebenso lügen wie Männer. Nur in umgekehrte Richtung: Frauen korrigieren die Anzahl ihrer Sexpartner deutlich nach unten, während Männer damit protzen, mehr Sexpartnerinnen gehabt zu haben, als die objektive Zählung ergeben würde. Nach einer Befragung unter Studentinnen und Studenten würde ungefähr 20 Prozent der Frauen die Anzahl ihrer Sexpartner nach unten schönen, während die Zahlen der Männer von 12 Prozent der Befragten nach oben korrigiert würden. (1)

Der Trick bei der Korrektur: Normalerweise zählen Frauen nur solche sexuellen Erlebnisse, hinter denen sie mit ihrer ganzen Person standen – also solche, für die sich keine „Entschuldigung“ finden ließ. Dabei fallen häufig ONS und Kurzzeit-Affären unter den Tisch, und vor allem die „kleinen schmutzigen Vögeleien“, in die Frauen nach starkem Alkoholgenuss „hineinschlitterten“.

Interessant ist dabei ja, dass nicht etwa Männer belogen wurden, sondern diese Frauen auch vor sich selbst nicht ehrlich sein können. „Die zählen nicht“ ist eine typische Reaktion, die Reaktion, die Dr Brooke Magnanti an Freundinnen feststellte.

Wie es scheint, ist die Angst davor, als „Schlampe“ enttarnt zu werden immer noch genauso groß (oder gar noch größer) als vor sich selbst als „Schlampe“ dazustehen.

Die Anzahl vergangener Sexualpartner ist kein Grund, besser oder schlechter zu sein als die übrigen Frauen. Heute kann eine Frau von ihrem 18 bis zum 38 Lebensjahr, in dem ja manche Frauen tatsächlich erstmalig auf Ehepartnersuche gehen, locker über 50 verschiedene Sexpartner gehabt haben. Und abhängig von ihrer Wollust während der Single-Jahre können es durchaus auch noch mehr sein. Warum bitte, sollen 50 Sexpartner in 20 Jahren „zu viele“ sein?

Wir müssen uns alle – Frauen wie Männer – von der „unbescholtenen“ oder „weitgehend unbescholtenen“ Braut verabschieden, die zwischen 28 und 38 vor den Traualtar tritt. Warum sollte sie auch? Es gibt nicht einen einzigen Grund, das Singleleben als Zölibat aufzufassen – und wann „viele Sexpartner“ in „zu viele Sexpartner“ umschlagen, das Überlassen wird doch wohl bessern den Frauen, die es leben, oder etwa nicht?

Quelle: Telegraph

(1) Die genauen Zahlen weisen aus, dass mehr Frauen die Anzahl ihrer Geschlechtspartner “nach unten“ als „nach oben“ korrigiert haben

Bild: William Hogarth 1697 – 1764 „The Orgie at the Rose Tavern“

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