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Tacheles: Warum Partnersuchende sich einen Zahn ziehen lassen sollten

Vor einiger Zeit habe ich an die Partnersuchenden gedacht, und zwar dort, wo Sie es vielleicht nicht vermuten würden: beim Zahnarzt. Meine Zahnärztin ist übrigens eine wunderschöne junge Frau, die deutsch und englisch spricht – falls Sie also man einen Zahn brauchen und nach Ungarn kommen – fragen Sie mich mal danach. Ein Tipp: Holen Sie sich vorher von einem deutschen Zahnarzt einen Heil-und Kostenplan ein, sonst veranstaltet Ihre Krankenkasse mit Ihnen ein Affentänzchen wegen der Kosten.

Aber nun mal zum Thema: Ich schreibe Ihnen dies ja nicht, um die Schönheit meiner Zahnärztin anzupreisen, sondern wegen der Tatsache, dass ich lange Zeit unerträgliche Schwierigkeiten hatte – Kopfschmerzen, Schmerzen in den Nebenhöhlen, im Ober- und Unterkiefer, jeweils alternierend – da schüttelte selbst der hals- nasen- und ohrenkundige Professor in Deutschland die Achseln und sagte „ich kann nichts finden“.

Wahrscheinlich ahnen Sie, was des Rätsels Lösung war: Ein Zahn, genau genommen ein Weisheitszahn, und der wurde mir von der sanften jungen Frau einfach so herausgerupft, was mich nun endlich zum Thema kommen lässt: Manchmal muss man sich einfach einen Zahn ziehen lassen.

Also Partnersuche: die Jagd nach der besten Frau, dem besten Mann, Ms. Right, Mr. Right, Traumfrau oder Traummann, vom Wunschpartner ganz zu schweigen.. Mal schmerzt die Seele dabei, mal der Körper, und manchmal auch der Geist. Die einen „schlafen sich so durch“ bei der Suche, die anderen vergießen ständig Tränen der Enttäuschung, und wieder andere ertragen ständig neue Dumpfbacken, die ihnen die Ohren volllabern. Partnersuche kann sehr schmerzlich sein, und sie schmerzt manchmal dort, wo man es nicht für möglich halten würde: Zum Beispiel bei den vielen ganz, ganz ehrlichen, liebevollen und über alle Maßen sanften Damen, die immer wieder nichts als Schufte an Land ziehen, die ganz, ganz verlogen sind, keinerlei Gefühle haben dazu noch raubauzig werden, wenn man sie darauf anspricht.

Also – wenn es soweit ist und überall wehtut – dann lassen Sie doch einfach mal Naschschauen, ob es nicht möglicherweise sein könnte, dass Sie bisher bei den falschen Beratern nach den falschen Dingen gefragt haben und dabei die Antworten bekommen haben, die als sanftes Sedativum wirken sollten. „Es wird schon, es liegt nicht an Ihnen, Männer sind eben so“ .

Wenn Sie all dies dann eine Weile erprobt haben, dann werden Sie merken: Der Rat beruhigt bis zum nächsten Mann, aber der erweist sich als genau so gefühlskalt, machohaft und – um mit einem Buchtitel zu sprechen – als „Scheißkerl“.

Also: Wenn beim nächsten Mann alles anders werden soll, dann lassen Sie sich mal einen Zahn ziehen: nämlich den, dass er Mr. Perfect, Mr. Right, der Traumprinz oder der Traummann ist. Nehmen Sie einfach einen Mann bei der Hand, führen Sie ihn in Ihr Leben ein und erleben sie mit ihm eine wunderschöne Zeit – und dann spinnen sie ihn so ein, dass er jedenfalls mal für die nächsten fünf Jahre – keine andere mehr ansieht.

Ja, nur warum machen Sie es nicht? Haben Sie etwa Angst davor, dass Ihnen ein Zahn gezogen wird?

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