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Wissenschaft und Kindheit: Schwammige Weisheiten

In der Überschrift der WELT lesen wir es noch so: „Wie die Kindheit unser Berufsleben bestimmt“ – übrigens hätte hier auch „unser Leben“ oder „unser Liebesleben“ stehe können, denn es gibt kein dümmlicheres psychologisches Allgemeinplätzchen, als die: „Die Kindheit bestimmt …“.

Im Artikel selbst wird dann eingeschränkt: „Oft sucht man als Erwachsener unbewusst Strukturen, die Kindheitskonstellationen widerspiegeln“ zitiert man einen Hamburger Diplom-Psychologen. Der mag recht haben, aber was ist „oft“? Und wo und wann sucht man sie als Erwachsener? Wir erfahren darüber natürlich nichts – „oft“ kramen wir also im Unbewussten – wie schön, das endlich zu erfahren. Übrigens: „Die Kinder sind nicht unterschiedlich bezogen auf ihre Persönlichkeitseigenschaften“, tja, das muss man sich mal so richtig auf der Zunge zergehen lassen, nicht wahr?

Sollten wir etwa dieses dritte Zitat als Mahnung verstehen? „Wenn Psychologie ins Spiel kommt, muss man immer den Einzelfall betrachten“. Ich rate sehr dazu – wie ich denn überhaupt glaube, dass man die Kindheit besser mal ruhen lassen sollte – und auf die Eigenschaften eines erwachsenen Menschen sehe sollte, die man hier und heute erkennen kann.

Was für die berufliche Qualifikation gilt, dürfte übrigens für den Ehepartner ebenso gelten: Achten Sie darauf, was der Erwachsene in diesem Menschen für Sie sein wird – das spielende Kind in ihm werden Sie alle früh genug kennenlernen.

Zitate aus der WELT.

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