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Diese Woche in Dating – was bringt der Lena-Effekt?

Welche Frauen sind eigentlich sexy für Frauen? Irgendwann mussten wir uns ja mal die Frage stellen, denn den Bereich des bi-und gleichgeschlechtlichen Datings haben wir ja nicht gerade gepachtet. Allerdings wird gerade auf diesem Gebiet auch viel Blödsinn verbreitet, zum Beispiel, dass man anhand von Vielecken in Vielecken entdeckt haben will, wie das „Gaydar“ funktioniert.

Übrigen stellte ich gerade fest: Es gibt einen Trend zurück von der wenig schöpferischen, aber extrem arroganten Datinghaltung der „anspruchsbetonten“ Frauen. Manche nennen es bereits Lena-Effekt, nach der Sängerin Lena Meyer-Landrut. Die natürliche, unprätentiöse, aufrichtige und offene Haltung zum Leben zahlt sich offenbar wieder aus.

Es ist übrigens – gerade auf die selbst ernannten Eliten bezogen – immer lustig zu bemerken, dass gerade sie, die doch so viel Wert auf ihr natürliches Selbstbewusstsein legen, ihre Persönlichkeit an der Garderobe der Online-Partnervermittler gegen ein psychomechanisches Webkostüm eintauschen, Persönlichkeitstest genannt. Ich hatte schon zuvor zu differenzierten Meinungsbeiträgen aufgefordert, bekam aber keine. Was blieb mir da anderes übrig, als selbst zu schreiben? Das Thema beschäftigt mich derzeit Tag für Tag – es ist eine Sisyphusarbeit, die hauptsächlich darin besteht, meist verschlossenen Austern die Schalen zu öffnen. Neulich sagte mir sogar ein Kollege, er habe keinen namhaften Psychologen gefunden, der sich über Wert und Unwert solcher Tests öffentlich äußern wollte, weil sie in „den Bereich des persönlichen Geschmacks“ fallen würden – „Quasi-akademisch“, sozusagen. Das wäre allerdings fatal, denn viele Tests bringen doch erstaunlich gute Ergebnisse zustande, denn Tester zeigten sich „überrascht“ von der guten Übereinstimmung, die beispielsweise „Parship“ mit seinem Test erzielt. Das stellten im Übrigen auch andere fest: Selbst wenn das Psychoprofil nicht stimmen sollte, könnte das „Matching“ doch noch gute Ergebnisse bringen. Das klingt zwar Paradox, kann aber darauf zurückzuführen sein, dass die gemessenen Ergebnisse und ihre verbale Umsetzung voneinander abweichen – erinnern wir uns, dass wir von Maschinen bedient werden?

Ich dachte eigentlich immer, das Thema „Emanzipation“ sei durch – aber offenbar noch nicht bei Männern. Sie kommen mit Vorstellungen aus dem 19. Jahrhundert daher und behaupten, sie hätten die Rezepte für das 21. Jahrhundert – daran sind schon andere gescheitert. Thesen dieser Art wagt ja heute nicht einmal mehr die deutsche CDU vorzutragen. Das musste noch die Liebeszeitung ran, um nun mal Tacheles zu reden: Umgehen mit der Emanzipation.

In meiner Beratungstätigkeit stoße ich immer wieder auf dümmliche Vorschläge, die offenbar aus den USA kommen: Nutzloses Zeug, entstanden aus der Abschreiberei bei den Amerikanern. Warum, das schreibe ich Ihnen gerne, und dabei kommt etwas heraus: Dating ist in Deutschland viel einfacher als in den USA. Ja, und was ist, wenn „er“ weniger Geld verdient als „sie“? Dann entsteht eine höchst überflüssige geschlechtsspezifische Diskussion. Übrigens schreibt unsere Schwesterzeitschrift die Liebeszeitung“ gerade einen Artikel über gemeinsame Wohnungen – für junge und nicht mehr so junge Leute.

Die Freunde von flirtxpert interviewten übrigens gerade den „Dr. Date“ genannten Experten, der im Interview besser herauskommt als auf seiner Webseite – bei allen Aussagen zum persönlichen Dating kommt eben eine gewisse Zurückhaltung gut an, denn „Daten“ muss ja die Person, nicht der Berater. Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich auch für solche Tätigkeiten zur Verfügung stehe – nur, falls sie Interesse haben.

Was fehlt da noch? Oh, vor allem dieses: Liebesbetrüger versuchen, Ihr Vertrauen zu missbrauchen – allüberall. Was man dagegen tun kann? Vor allem: Niemals auf Email antworten, in denen Partnerschaften gesucht werden – und vorsichtig sein bei Single-, Flirt- und Seitensprungbörsen, die offen sind wie die Scheunentore.

Ja, was denn nun noch? Gleichklang eröffnete ein neues Blog – vielleicht hätte man sich einen besseren Designer leisten können – inhaltlich fand ich nichts, was die Masse der Singles interessieren könnte.

Darf ich noch einmal anklopfen: Wer in Zukunft Datingrat als Bonusleistung anbieten will, der sollte mich mal kontaktieren – pragmatischer Rat aus 40-jähriger Datingerfahrung (mit Unterbrechungen, versteht sich) ist oft besser als der Rat, der aus dem Lehrbuch kommt.

Übrigens: Sie sind weiterhin eingeladen, aus Artikel zu zitieren, sie zu widerlegen, sich an Diskussionen zu beteiligen oder auch einfach – mal mit mir zu telefonieren … und Sie können mich auch noch als Autor gewinnen.

In diesem Sinne – gehen Sie in ein schönes (hoffentlich sonniges und unbeschwertes) Wochenende.

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