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Sexismus und Mr. Grey – nun mischen sich die Forscher ein

Forscher von der “Ohio State University” untersuchten 747 Frauen zwischen 18 und 24 Jahre darauf hin, in welchem Maße sie sich selbst in „sexistischen“ Rollen sehen. Die Forscher wollten dabei feststellen, inwieweit Parallelen zwischen der inneren sexistischen Einstellung der Frauen und der Lektüre der „Fifty Shades of Grey“ bestehen. Ungefähr 60 Prozent der Frauen gaben an, die Trilogie nicht gelesen zu haben, während 40 Prozent sie ganz oder teilweise gelesen hatten.

Exkurs: Der neue Begriff „ambivalenter Sexismus“

Zuvor wäre zu klären, was in diesem Fall „Sexismus“ bedeutet. Dabei geht es um den von sogenannten „Genderforschern“ neu geschaffenen Begriff eines „ambivalenten Sexismus“:

Das bezeichnet die Bundeszentrale für politische Bildung nicht ganz ideologiefrei so:

Ambivalenter Sexismus bezeichnet das Zusammenspiel aus Hostilem (feindlichem) Sexismus und Benevolentem (wohlwollendem) Sexismus. Hostiler Sexismus drückt sich in einer negativen Sichtweise auf Frauen aus … Benevolenter Sexismus erscheint hingegen im Gewand der „Ritterlichkeit“ beziehungsweise des „Kavaliertums“.

Die angebliche Ambivalenz (Doppelwertigkeit) drückt sich dabei vor allem in dem aus, was die Genderforscher „wohlwollenden Sexismus“ nennen, also eine Unsicherheit der Frauen darüber, welche Rolle sie gegenüber Männern einnehmen sollen. Dabei treten Konflikte auf, die in unterschiedlicher Weise interpretiert werden und die auch Gegenstand aktueller gesellschaftlicher Auseinandersetzungen sind. Wie auch immer, den Genderforschern erscheinen diese „inneren Widersprüche“ und Mehrdeutigkeiten suspekt, sie sehen darin eine Verfestigung traditioneller Geschlechterrollen.

Was die Forscher angeblich herausfanden

Was haben die Forscher nun festgestellt: Sind „Shades of Grey“-Leserinnen pervers, gehen Sie an sozialen Krücken, sind sie sexistisch oder gar schon psychisch krank?

Nun, festgestellt werden sollte all dies in Null-Komma-Nix mit 23 Wörtern aus dem Repertoire der Genderforscher, mit denn angeblich gemessen werden kann, wie sexistisch de Auffassung ist. Und was fanden Sie heraus?

Nun, die Frauen, die die „Shades“ besonders „scharf“ („hot“) fanden, waren angeblich eher den Gedanken an „feindseligem Sexismus“ verfallen, während diejenigen Frauen, die eher eine Romanze in der Trilogie sahen, dem „wohlwollenden Sexismus“ anhingen (1).

Kritik: Reiner Populismus und Fanatismus

Ja, und nun wissen wir, dass gegen 300 Leserinnen der Shades of Grey, die eigentlich viel zu jung waren, um an den Mütterlein-Pornos gefallen zu finden, entweder von feindseligem Sexismus beeindruckt waren oder von wohlwollendem Sexismus, der gar nicht wohlwollend, sondern hinterhältig ist, oder von beidem.

Aber im Grunde wissen wir gar nichts. Denn erstens waren die Probandinnen viel zu jung, zweitens ist unsicher, was sie außerdem lasen, und drittens war die gesamte Studie auf Populismus ausgerichtet. Aber das ist ja nun wirklich nichts Neues. Die Hauptautorin, Lauren Altenburger, ist offenbar versessen darauf, ihre Thesen zu beweisen und zu vertiefen. Neuerdings beschäftigt sie sich mit den Gesundheitsrisiken, die für junge Frauen aus dem Lesen der „Fifty Shades of Grey“ erwachsen – wieder unter Berufung auf Studentinnen, die darüber befragt wurden,

(1) Zitiert nach Presseberichten.

Die Story auf „Fusion
Verweis auf die Studie.
Zitat der Bundeszentrale für politische Bildung
Im „Guardian„.
Angebliche gesundheitliche Risiken durch die Lektüre (ausführlich)

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