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Die Woche: Passende Partner, Tests, Roboter und bezahlte Dates

Die Woche brachte uns den neusten Test der „Stiftung Warentest“ über Online-Dating. Und damit auch die Erkenntnis: Viel Konkurrenz gibt’s nicht mehr – und Innovationen auch kaum. Wie auch immer – die Platzhirsche haben gewonnen, und zwar mit ziemlich geringen Abständen.

Keine rosarote Brille beim Dating

Online-Dating, das ist kein Geheimnis, darf man nicht durch die rosarote Brille sehen, sondern man muss genau hingucken. Ich bin ja dankbar, dass die Freunde vom Singlebörsen-Vergleich dafür einstmals die Grundlagen gelegt haben. Denn so viel ist sicher: Dort erfahren Sie nämlich wirklich, was die Dating-Unternehemen kosten, bevor Sie sich anmelden. Und das ist bekanntermaßen auf deren Webseiten etwas schwieriger.

Auch die Presse eignet dazu, alles immer ein bisschen larifari zu betrachten: Vor allem Frauenzeitschriften eilt dieser Ruf voraus. In Wahrheit ist das Thema „Partnersuche“ wesentlich komplizierter, wie ich Ihnen hier in einer Gegenüberstellung beweise.

Zehn Punkte, wie sie Ihre Partnersuche 2016 garantiert verbessern können

Ich selbst biete Ihnen 10 Punkte an, was sie alles NOCH HEUTE ändern können, um 2016 leichter einen Partner zu finden. Aus meiner Sicht hat alles Sinn, was ich dort schreibe – und zum Teil habe ich selber danach gehandelt. Natürlich nicht 2016, sondern einige Jahre früher.

App-Dating – 140.000 Kunden auf einen Schlag?

Es ist lange her, da hab eich einmal mit einem Start-up-Gründer darüber diskutiert, wie er seine 1000 ersten Mitglieder rekrutieren will. Heute bekommt man „ganz einfach“ auf einen Schlag 140.000 Mitglieder – aber ein Trick war schon dabei.

Matching – wofür soll das gut sein, wenn man das Ziel nicht kennt?

Was Sie interessieren könnte: Alle Online-Partervermittler behaupten in den abenteuerlichsten Varianten, psychologische Verfahren zu besitzen, die feststellen, ob Paare zueinanderpassen. Die Sache ist nur: Es könntet völlig unerheblich sein, welches Verfahren diese Firmen einsetzen, solange ihre Verfahren auf psychologischen Persönlichkeitsmerkmalen beruhen. Denn die Formel müsset eigentlich heißen: Welche Partnerin (welchen Partner) benötige ich, um meine Lebensziele möglichst optimal zu verwirklichen? Der Fehler in jeder Matching-Formel ist schnell gefunden: Sie wäre nur dann sinnvoll, wenn alle das gleiche Ziel hätten. Und haben alle das gleiche Ziel? Natürlich nicht.

Erfolgszwang schadet bei der Partnersuche

Partnersuche ist leider oft bei Online-Datern vom Erfolgszwang durchsetzt. Tatsächlich besteht, je nach Persönlichkeit, Singlebörse, Auswerter und Methode eine Chance zwischen 1:3 und 1:7 dass sich beim nächsten Date erweist: Diese Person passt. Wobei ich nicht berücksichtigt habe, dass es auch „anspruchsvolle“ Menschen gibt, die meinen, Sie müssten ein paar Dutzend Dates absolviere, um zu ihrem Glück zu finden. Wenn es auf Sie zutreffen sollte, werden Sie feststellen: Dieser Einsatz war zu hoch. Versuchen Sie es noch einmal, mit niedrigerem Einsatz, dafür aber mit mehr Respekt vor Ihren Mitmenschen.

Roboter verarschen Online-Dater

Das Wort „verarschen“ sollte man ja nicht verwenden: Aber es ist eben Verarschung, wenn Partnersuchende mit Robotern bekannt gemacht werden, sie sie für echte Personen halten. Doch Tatsache ist: Immer mehr notgeile Jünglinge und liebebedürftige Maiden werden im Internet von Robotern angemacht – und ausgebeutet. Allerdings dann nicht von Robotern sondern den Betreibern fragwürdiger Dateien-Seiten.

Dates gegen Geld – was soll das eigentlich sein?

Inwieweit App-Dating „Hook-up-Dating“, also eine Einladung zum Spontansex ist, wird überall diskutiert – und endet bislang immer darin, dass man dieses Thema gerne vertagt. Behauptet wird ja stets, es gehe um Beziehungen oder Freude, die man über Apps finden könne, nicht um Sex. Und die Spindoctors arbeiten wie wild daran, dass möglichst viele Journalisten daran glauben. Kaum anders ist es bei „bezahlten Dates“. Da wird so getan, als sei es für eine ganz gewöhnliche Frau, die vielleicht Sekretärin oder Bäckereiwarenverkäuferin ist, ganz normal sei, Dates an Männer zu verkaufen. Das Thema ist gerade wieder in der Diskussion, und wenn ich eine Prognose wagend darf: In Zukunft wird es viel mehr bezahlte oder unbezahlte „Sex-Sofortkontakte“ geben. Und gerade in bestimmten Ländern, in denen Prostitution verboten ist, oder in denen Männer bestraft werden können, die Huren absprechen, werden solche Apps demnächst der Standard für die Kontaktaufnahme sein. Und der Witz zum Schluss: Alles, was da passiert, wird Online-Dating genannt werden.

Und für Sie …

Nun ja – feiern Sie erst einmal hübsch Karneval, Fasching oder Fasnet. Und sollten Sie dabei Ihre „Innere Schlampe“ entdecken (so Sie weiblich sind) – machen Sie sich nichts draus.Passiert eben mal. Das Einzige, was ich hier in Thüringen vermisse, sind „Guggenmusiken“. Und – oh ja, die Blumenfritzen und Schokoladenverkäufer blicken wieder hoffnungsvoll auf den Valentinstag. Und so wird es wohl ein Flirten ohne Ende geben. Machen Sie dabei mit! Flirtens schadet nicht, selbst dann, wenn es nicht im Bett endet.

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