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Gedanken zur Einheit und zur deutschen Sprache

Wir sind ein Volk – und dies trotz mancher Unterschiede. Ich finde immer, ein Bayer unterscheidet sich von einem Holsteiner erheblich mehr als sein Holsteiner von einem Mecklenburger – aber ist das wirklich wichtig?

Als ich das erste Mal intensiven Kontakt mit Schwaben hatte, dachte ich, nicht in Deutschland zu sein, sondern in einer Parallelwelt, und so wurde ich auch behandelt: wie ein Fremder. Wofür der Schwabe den verniedlichen Begriff des „Hereingeschmeckten“ erfunden hat. Merkwürdigerweise wurde ich in Baden nicht so behandelt, obgleich ich kein Wort der wundersamen Sprache der dortigen „Eingeborenen“ verstanden habe (und teils bis heute nicht verstehe).

In meiner Zeit im Schwabenland habe ich Menschen kennengelernt, die tatsächlich kamen, um dort Deutsch zu lernen. Es war leider aussichtslos. Immerhin hat man sich bei der Stuttgarter S-Bahn irgendwann einmal überlegt, die angefahrenen Orte auf Deutsch (und nicht auf Honoratiorenschwäbisch) anzusagen. Ein Fortschritt, ohne Zweifel.

Merkwürdig, dass im vereinigten Deutschland kaum Deutsch gesprochen wird, wir aber von jedem Fremden mit Nachdruck und Vehemenz verlangen, Deutsch zu sprechen.

Nun wohne ich also in Thüringen, der Heimat meiner Vorfahren – jedenfalls, wenn ich sie sehr, sehr lange zurückverfolge. Und ich bin mit einer Frau verheiratet, die ebenfalls thüringische Wurzeln hat. Oh- und man spricht ein leicht eingefärbtes, ansonsten aber recht verständliches Deutsch. Wenn das kein Beweis für die Einheit ist, was dann?

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   (7. September 2015)