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Die Zeit zurückdrehen? Ein völlig absurder Wunsch!

Nicht zurück - schau Vorwärts ...

Nicht zurück – schau Vorwärts …

Oh nein, ich werde hier nicht politisch. Mögen sich andere den Kopf darüber zerbrechen, was die Worte „Wenn ich könnte, würde ich die Zeit zurückdrehen“ aus dem Mund einer deutschen Bundeskanzlerin bedeuten. Ich freue mich schon auf die Kabarettisten, die den Satz bald interpretieren werden.

Nein, hier geht es um den Satz aus Frauenmund, den ich schon einige Dutzend Mal gehört habe – wenn’s überhaupt reicht. Und natürlich habe ich den Satz vielfach gelesen – in allerlei Varianten. „Hätte ich doch …“, „könnte ich doch“ … ach, wie theatralisch. Doch das ist weder echte Reue noch nützt es irgendetwas. Eine Tat zu bereuen, kann sinnvoll sein, wenn man jemanden damit schädigte. Aber die meisten Frauen, die sich über ihr Schicksal beklagen, behaupten ja, sich selber mit ihrem Handeln geschädigt zu haben: «Ach, hätte ich mit meinem „ersten Mal“ doch gewartet», «Ach, hätte ich doch Fritz (nicht?) geheiratet» oder, typisch: «ach, hätte ich doch damals nicht gesagt, dass …» dann folgt irgendein Satz. Die Behauptung, Hoffnung und Erwartung: „Wäre das nicht so gelaufen, dann wäre alles besser geworden.“ Apropos Frauenmund: Männliche Verlierer reden oft genauso.

All diese vergangenheitsbezogenen Sätze sind Blödsinn. Absoluter Blödsinn. Entweder, es wäre wirklich anders geworden – dann wäre eine Art „Mauser“ nötig gewesen, eine Veränderung des Verhaltens. Oder aber: Es wäre so geblieben. Das ist zunächst werde gut noch schlecht. Oder aber: Es wäre schlechter geworden, weil es ja möglich gewesen wäre, noch schlimmere Fehler zu begehen.

Das Leben aus der Rückwärtssicht: Alles, aber auch wirklich alles, kann Chance oder Risiko sein – oder gar nichts bedeuten. Beginnen wir mal mit der Gegenwartssicht:

1. Jede Veränderung ist eine Chance.
2. Scheitern ist erlaubt.
3. Weiterwurschteln ist kritisch.

Also geht es nur um eines: um die Zukunft. Und sie gehört – wir wissen es längst – denjenigen, die den Mut haben, sich Veränderungen zu stellen und mit ihnen zu leben.

Und: Ich rede wirklich von der Liebe, der Lust, den Partnerschaften, Beziehungen und Ehen. Und nicht von der Politik. Es wäre schön, wenn Sie mir zuhören (oder „zulesen“?) würden. Und ich möchte Ihnen (zum wiederholten Mal, ich weiß) etwas ans Herz legen, mit dem Sie weiterkommen, wenn sie einem uneigennützigen Menschen begegnen, der Ihnen Rat erteilt: Beiß mir nicht in den Finger, sieh, welche Richtung er dir weist. (Don’t bite my finger, look in the direction I am pointing)(Anmerkung 1).

Danke, dass Sie dies gelesen haben. Und wann beginnen Sie damit, Ihr Leben in neuem Licht zu sehen?

(1) Das Zitat, angeblich gegen 1978 entstanden, wird einem Wunder-Guru zugeschrieben, ist aber wahrscheinlich älter und nicht von ihm selbst.

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