Literatur über „emotionale Krüppel“ für lechzende Damen

Geschrieben von © Gebhard Roese •Montag, 30. Juli 2012


Das interessanteste an den Kritikern der „50 Shades of Grey“ ist, dass sie manchmal an die Intentionen der Autorin denken, und manchmal an die Menschen, die den Roman lesen. Wir zitieren da mal die Kritikerin, die uns als Leserinnen und Leser verdächtigt:

Wenn so viele Menschen diesen Roman … als romantisch ansehen, stellt sich die Frage, was dies über diese Menschen und ihre Beziehungen aussagt, über ihre Denkweise.


Die Autorin gibt die Antwort, greift aber nun nicht mehr die Leserinnen und Leser an, sondern lässt ihrer moralischen Verachtung des Romans freien Lauf:

ist (dies) dann letztendlich nur noch ein weiterer Aspekt dafür, wie frauen- und männerverachtend zugleich dieses Traktat ist und wie ein in emotionaler Krüppel mit sadistischen Neigungen zu einem Romeo verklärt wird, wenn er nur reich, gutaussehend und potent genug ist.


Aha, ein emotionaler Krüppel also. Wie schön, dass intellektuelle Schöngeister immer so schrecklich klug und weise sind – und vor allem von einer engelsgleichen Reinheit. Da wird man richtig neidisch auf so viel Gutmenschlichkeit, nicht wahr?

Fragt sich nur, warum die Frauen nach diesem Buch schreien und Parallelen zu ihren eigenen Fantasien herstellen können. Aber vielleicht gehört jeder in die Klapse, der „unmoralische Bücher“ kauft?
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Der Geißenschiss – Shades of Grey durch einen Kenner begutachtet

Geschrieben von © Gebhard Roese •Samstag, 28. Juli 2012


Wenn man die Schottin E. L. James mit dem gefeierten und gefürchteten Marquis de Sade vergleicht, bliebt von der Schottin bestenfalls pappiges Knäckebrot. Das Gleich trifft übrigens auch zu, wenn man die „Venus im Pelz“ oder die „Gesichte der O“ dagegenstellt.

Der Schweizer Tagesanzeiger sagt, was Fifty Shades of Grey“ wirklich ist:

Ein billiger Abklatsch – ein Geißenschiss im Misthaufen der sadschen Perversionen.

Oh je .. das wird die Autorin kaum treffen, die ja richtig Kohle gemacht hat mit ihrer Mütterlein-Pornografie – in Deutschland ist ja vorläufig nur der erste Teil des als „Trilogie“ verkauften Groschenromans erschienen.

Dennoch hat der Autor recht: Wer einen erotischen Roman dieser Art sucht, will eigentlich etwas „zum Beißen“ und nicht etwas für Zahnlose. Also: Wenn schon Perversionen, dann bitte sinnlich, und nicht „wie schon mal gegessen“.

Das einzige Gegenargument: Die Frauen kaufen und kaufen und kaufen … und sie werden auch die „Folgeprodukte“ kaufen: Nicht etwa die anderen beiden Teile der Trilogie – nun ja, die vielleicht auch. Aber es gibt wirklich schicke Handfesseln, Augenbinden und Streichelpeitschen. Die muss man einfach haben, wenn man den neuen Lover ins Schlafzimmer führt.
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Der Geißenschiss – Shades of Grey durch einen Kenner begutachtet

Geschrieben von © Gebhard Roese •Donnerstag, 26. Juli 2012


Wenn man die Schottin E. L. James mit dem gefeierten und gefürchteten Marquis de Sade vergleicht, bliebt von der Schottin bestenfalls pappiges Knäckebrot. Das Gleich trifft übrigens auch zu, wenn man die „Venus im Pelz“ oder die „Gesichte der O“ dagegenstellt.

Der Schweizer Tagesanzeiger sagt, was Fifty Shades of Grey“ wirklich ist:

Ein billiger Abklatsch – ein Geißenschiss im Misthaufen der sadschen Perversionen.

Oh je .. das wird die Autorin kaum treffen, die ja richtig Kohle gemacht hat mit ihrer Mütterlein-Pornografie – in Deutschland ist ja vorläufig nur der erste Teil des als „Trilogie“ verkauften Groschenromans erschienen.

Dennoch hat der Autor recht: Wer einen erotischen Roman dieser Art sucht, will eigentlich etwas „zum Beißen“ und nicht etwas für Zahnlose. Also: Wenn schon Perversionen, dann bitte sinnlich, und nicht „wie schon mal gegessen“.

Das einzige Gegenargument: Die Frauen kaufen und kaufen und kaufen … und sie werden auch die „Folgeprodukte“ kaufen: Nicht etwa die anderen beiden Teile der Trilogie – nun ja, die vielleicht auch. Aber es gibt wirklich schicke Handfesseln, Augenbinden und Streichelpeitschen. Die muss man einfach haben, wenn man den neuen Lover ins Schlafzimmer führt.
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Runkelrübe in den Hintern

Geschrieben von © Gebhard Roese •Dienstag, 24. Juli 2012


Wir sind immer wieder begeistert, wenn uns Frauen darauf hinweisen, dass wir Männer ja eigentlich die wahrhaft lechzenden, schmerzbereiten Unterwürfigen sind. Es ist einfach so, dass wir damit entlarvt werden, denn tatsächlich haben mehr Männer die Fantasie, sich zu Unterwerfen als die konträre Fantasie, eine Frau zu unterwerfen. Manche Kritikerinnen wussten dies offenbar nicht, als sie ihre Schmähkritiken mit Männerhass verbanden. Mal auf ein Wort, meine Damen: Für die meisten Männer ist es todlangweilig, die Peitsche zu schwingen, und Handschläge schmerzen den Schlagenden mehr als dem Geschlagenen. Eine Autorin, die überwiegend für die Gleichstromseite der Beziehungen schreibt, sieht das männlich verlangen drastisch, aber durchaus kompetent (Zitat):

Sehr, sehr viele Männer wünschen sich sehnlichst, mal eine Runkelrübe in den Hintern und denselben versohlt zu bekommen. Leider, leider, hat das Patriarchat ihnen diesen Wunsch in den letzten paar tausend Jahren ausgetrieben, sodass sie sich nicht mehr trauen, dazu zu stehen.


Mhh, mhh … nur wie ist das eigentlich mit Frau-Frau-Beziehungen? Ist Schmerzlust denn tatsächlich eine Gender-Angelegenheit? Könnte es also zwischen Frauen keine Gelüste dieser Art geben?
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Fetisch-Hype verpasst? Kommt noch!

Geschrieben von © Gebhard Roese •Sonntag, 22. Juli 2012


Leserinnen und Leser von „Cassys Blog“ machen deutlich: Noch sind die „Shades of Grey“ nicht in jedes Frauenhirn gedrungen – und das wird auch so bleiben. Doch nach und nach wird das süße Gift dann doch noch wirken: Im Herbst erwarte ich den eigentlichen Boom – spätestens, wenn das Buch in Talkshows besprochen wird.

Cassy moniert (mit Recht) die Ungereimtheiten des Buches: Alles geht zu schnell, wird zu unreflektiert dargestellt. In Groschenromanen muss es wohl so sein. Ich zitiere mal:

21-jährige Jungfrau wird durch Hiebe einer Gerte auf die Klitoris zum Höhepunkt gebracht. Gut, zu dem Zeitpunkt hatte Chris sie schon entjungfert; aber die erste Session und dann gleich so was?

„So was“ passiert, wenn man Bücher aus angelesenen Szenen zusammenstellt – denn nichts anderes hat die schottische Bestseller-Autorin getan. Dabei scheint sie vor allem eines beabsichtigt zu haben: Niemals wirklich Gefühle aufzuzeigen, sondern immer alles im Romantik-Kitsch zu verrauschen.
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dating experte

Was ist eigentlich Dating? Was ist eigentlich "Dating"? Sie wollen es genau wissen? Dann sind Sie hier goldrichtig. Unser Autor und Dating-Experte Gebhard Roese erläutert Ihnen den Begriff.

Erfahrung zählt: der Dating-Experte
Dating ist eine aus dem englischen Sprachbereich stammende Bezeichnung, die aus dem Begriff des "Dates", also der Verabredung, abgeleitet wurde. Mit einem Date bezeichnet man im Englischen zunächst jede Art von Treffen. Im US-amerikanischen Sprachgebrauch wird das Wort "Dating" oft als das Treffen eines Paares zum gegenseitigen Kennenlernen benutzt. In den USA wurde das Zusammentreffen von Frauen und Männern in eine ganze Dating-Kultur verwandelt, die bis in die heutige Zeit nach festen Regeln abläuft. Allerdings halten sich die Bewohner von modernen Metropolen wie zum Beispiel New York immer weniger an die überkommenen Regeln.

Das Wort „Dating“ wurde in den deutschen Sprachgebrauch übernommen, wo es ausschließlich für das Treffen eines Paares zum Kennenlernen verwendet wird.

Dating in Deutsch

Das deutsche Wort für den Prozess des "Datings" ist die Partnersuche, für ein einzelnes Date sagt man "ein Treffen". Nach neuester Definition im Duden ist Dating im Deutschen immer das Verabreden mit wechselnden Partnern. Der Duden lässt offen, zu welchem Zweck solche Verabredungen stattfinden.

Man unterscheidet mittlerweile verschiedene Arten von Dating. Im nächsten Absatz werden zunächst zwei Arten nach der Vorgehensweise unterschieden.

Paralleldating oder Seriendating?

- Paralleldating ist eine Art, die aus den USA kommt und besagt, dass man sich parallel mit unterschiedlichen Partnern trifft. Es dürfen nach US-Vorstellung aber nicht zu viele sein und man sollte während des Parallel-Datings noch keinen Sex mit ihnen haben.
- Serielles Dating ist die in Europa übliche Art, eine Weile zuerproben, on man auch langfristig zueinanderpasst – oder wieder auseinanderzugehen, wenn sie sich keine dauerhafte Harmonie einstellt.

Neuer Begriff: Downdating

Downdating ist eine Sonderform der Partnersuche. Dabei entscheidet man sich bewusst, einen Partner auf der nächstniedrigeren sozialen/gesellschaftlichen/finanziellen Ebene zu suchen. Diese Art der Partnersuche entsteht überall dort, wo der Anteil weiblicher Akademiker am Partnermarkt zunimmt.

Dating nach dem Medium

Online-Dating oder Internet-Dating bezeichnet die Art, über das Medium „Internet“ zusammenzukommen. Alle anderen Dating-Formen heißen seither „Offline-Dating“ oder einfach nur „Dating“. Das deutsche Wort „Partnersuche“ ist hier allerdings bei Weitem aussagefähiger. Außerdem bezeichnen die Begriffe „Proximity Dating“, „Speed Dating“ und „Social Dating“ besondere Arten, die man mit den Medien oder Lokationen verbindet. Dabei ist:

- Speed Dating eine Veranstaltung „im richtigen Leben“, bei der sich mehrere interessierte Singles vorstellen – in der Regel hat man etwa sieben Minuten dazu Zeit.
- Proximity Dating ist Dating per Handy (Mobiltelefon), bei dem man den Ort, an dem sich der Partner befindet, per GPS lokalisieren kann.
- Social Dating bedeutet, sich innerhalb einer Internet-Gemeinschaft, also aufgrund künstlicher sozialer Verbindungen, kennenzulernen und später zu treffen.

Dating nach dem gewünschten Erfolg

Das gewöhnliche Online-Dating oder die Partnersuche an sich sollte als Ziel haben, einen dauerhaften Partner zu finden. Es wird nicht näher bezeichnet. Früher waren Begriffe wie „Ehegesuche“ oder „Suche nach einer dauerhaften Beziehung“ üblich. Im Englischen sagte man auch „Long Term“. Im Internet sind es „Online-Partnervermittler“ oder „Online-Partneragenturen“, die dergleichen dauerhafte Beziehung stiften wollen.
Andere Datingformen, die darauf abzielen, einen Partner für „kurze Zeit“ zu finden, heißen (in Europa, in den USA ist dies geringfügig anders) „Casual Dating“ oder „Sex Dating“. „Casual Dating“ zielt in der Regel auf auf Affären (kurze Beziehungen, die von Leidenschaft geprägt sind) , Sex Dating auf ONS (einmaligen Sex).

Wenn Sie Fragen haben: Ich beantworte so gut wie alle Fragen persönlich am Telefon oder per Email.