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Diese Woche in Dating (10/2010): Ehrlichkeit und Einmalzahlung
Diese Woche in Dating endete mit einer Sensation, die (sollte ich sagen: „mal wieder“?) von der deutschen Presse kaum wahrgenommen wurde: Die Online-Partnervermittlung partner.de bietet nun ein Konzept an, auf das viele lange warten mussten: Partnersuche per Einmalzahlung. Das mag zunächst profan klingen, ist aber ein Riesenschritt in eine neue Richtung: Das Abo-Modell ist nämlich nach einer Umfrage das größte Ärgernis bei den Online-Partnervermittlern. Übrigens nicht nur dort: Es ist in vielen Branchen mittlerweile üblich geworden, Verbraucher mit Abonnements an einen Vertrieb zu binden, den man im Grunde nur temporär nutzen wollte. Ich selber kann mich erinnern, einmal fast ein Jahr lang die Rechnung einer Telefongesellschaft bezahlt zu haben, ohne den Dienst zu nutzen, weil ich vergessen hatte, den überteuerten Tarif „rechtzeitig“ zu kündigen. Es fragt sich nur, ob sich das neue Modell von partner.de bei den Kunden durchsetzt – aber darüber wird noch viel zu schreiben sein.
Viel wichtiger noch als die neue „Einmalzahlung“ ist allerdings, dass partner.de jetzt auf eine grundlegende „Ehrlichkeit“ setzen will – und damit einen wunden Punkt trifft, der sonst nur branchenintern diskutiert wird: Wie ehrlich ist man eigentlich gegenüber potenziellen Kunden? Wer jetzt als Presse-Kontakter oder gar Inhaber empört aufschaut, sollte sich bitte einmal die von seinem Unternehmen veröffentlichten Mitgliederzahlen ansehen oder sich fragen, wie schnell man auf seiner Webseite die tatsächlichen Kosten der Mitgliedschaft findet.
Als betroffener Journalist kann ich nur sagen: mir wäre mehr Transparenz seitens der Unternehmen lieb, denn dann hätte ich wirklich etwas zu berichten. Dazu ein kleiner Nachtrag zur Nielsenstudie: Ich habe mich doch sehr gewundert, wer wie viel Geld in die Werbung gepumpt hat – und wer reduziert hat. Nur: Muss ich dazu wirklich die Nielsenstudie verwenden? Könnten die Unternehmen nicht wenigstens ehrlich bei dem sein, was sich ohnehin errechnen und ermitteln lässt?
Wo ich gerade bei partner.de bin: Die Mutter heißt bekanntlich Meetic, und Meetic und Match.com sind gerade dabei, den Datingmarkt neu zu gestalten. Nach Europa ist nun Südamerika dran - im Visier haben die neuen Partner offenbar vor allem den lukrativen brasilianischen Markt. Man darf gespannt sein, was die „Nationalen Spieler“ deutschen Ursprungs zu den neuen transatlantischen Verbindungen sowie zur Südamerika-Partnerschaft sagen.
Am Sonntag habe ich diesmal nicht geschrieben, dafür aber am Montag mal wieder ein Tacheles zum Frauentag: Grund waren die „tollen“ Vorschläge einer US-amerikanischen Autorin, dass Frauen doch bitte schön eine nette Rolle spielen sollten beim Dating, statt wirkliche Eigenschaften zu zeigen. Fragt sich nur, ob sie als Schlampe, Weibchen oder Zimperliese auftreten sollten. Damit „ganz gewöhnliche“ Frauen, die wissen, was sie tun, auch zum Zuge kamen, gab es eine Rose – und einen recht heftigen Hinweis darauf, dass man doch die neue „geschlechtsspezifische“ Beratungs- und Datingliteratur besser den Hasen geben sollte. Es ist ja bald Ostern – vielleicht frisst der Osterhase ja Papier.
Oh, ein bisschen geschlechtsspezifisch waren wir auch: Nachdem wir uns schon zuvor gefragt hatten, wie Frauen einen Millionär (nein, keinen Forint-Millionär) angeln können, haben wir und diesmal den Herren zugewandt, die eine reiche Braut suchen. Übrigens war das durchaus ernst gemeint, wenngleich es auch nicht für jeden Mann geeignet ist.
Auch eine Fernbeziehung ist nicht für alle Menschen gleich sinnvoll. Die Liebepur weiß, was für Fernbeziehungen sinnreich ist und was nicht – und nennt die Chancen und Risiken. Wollen Sie auch einen Blick in die Liebeszeitung zum Thema "Fernbeziehung" werfen?
Für die sensationshungrigen Menschen unter Ihnen hätte ich diese Woche noch einen US-Frauenmörder, der einst bin einer Dating-Show auftrat.
Lustig war es mal wieder bei den Studien: Wer wissen wollte, wie viele Deutsche mit ihren Partnern zusammen pinkeln oder jedenfalls das „Badezimmer miteinander benutzen“, kam auf seien Kosten. Was ich sonst so an Humor fand, finde ich nicht zum Lachen: Weder eine Kabarettistin, die zu viele Männer auf die Bühne bringt, noch einen Autor, der ebenfalls mit „Hunderten von Frauen“ prahlt, die er beflirtet haben will – muss ziemlich anstrengende gewesen sein, finde ich.
Wie immer haben ich versucht, auf andere Blogs zu verweisen, aber die Bloggerinnen und Blogger waren diese Woche sehr müde. Immerhin fand ich ein paar Anmerkungen bei Friendscout24 über streitende Paare und eine Anmerkung bei Herzklopfen – neu.de zum Boulevard-Knüller „schwuler Fußball“. Der meiner Meinung nach beste Blogbeitrag der Woche kam diesmal von be2, wo man sich fragt, ob der „Richtige“ nun „richtig richtig“ ist.
Ja, ich weiß nicht, ob es das Wetter war, liebe Leserinnen und Leser, das uns die Lust an der Liebe vergällt – jedenfalls konnte ich Ihnen nicht mehr berichten. Aber Sie haben es ja bemerkt: Wenn es etwas Neues gibt, gehört die Liebepur immer zu den Ersten, die es wissen – und verstehen. Das ist, mit allem gebotenen Respekt, nicht überall bei den Pressekollegen der Fall.
Viel wichtiger noch als die neue „Einmalzahlung“ ist allerdings, dass partner.de jetzt auf eine grundlegende „Ehrlichkeit“ setzen will – und damit einen wunden Punkt trifft, der sonst nur branchenintern diskutiert wird: Wie ehrlich ist man eigentlich gegenüber potenziellen Kunden? Wer jetzt als Presse-Kontakter oder gar Inhaber empört aufschaut, sollte sich bitte einmal die von seinem Unternehmen veröffentlichten Mitgliederzahlen ansehen oder sich fragen, wie schnell man auf seiner Webseite die tatsächlichen Kosten der Mitgliedschaft findet.
Als betroffener Journalist kann ich nur sagen: mir wäre mehr Transparenz seitens der Unternehmen lieb, denn dann hätte ich wirklich etwas zu berichten. Dazu ein kleiner Nachtrag zur Nielsenstudie: Ich habe mich doch sehr gewundert, wer wie viel Geld in die Werbung gepumpt hat – und wer reduziert hat. Nur: Muss ich dazu wirklich die Nielsenstudie verwenden? Könnten die Unternehmen nicht wenigstens ehrlich bei dem sein, was sich ohnehin errechnen und ermitteln lässt?
Wo ich gerade bei partner.de bin: Die Mutter heißt bekanntlich Meetic, und Meetic und Match.com sind gerade dabei, den Datingmarkt neu zu gestalten. Nach Europa ist nun Südamerika dran - im Visier haben die neuen Partner offenbar vor allem den lukrativen brasilianischen Markt. Man darf gespannt sein, was die „Nationalen Spieler“ deutschen Ursprungs zu den neuen transatlantischen Verbindungen sowie zur Südamerika-Partnerschaft sagen.
Am Sonntag habe ich diesmal nicht geschrieben, dafür aber am Montag mal wieder ein Tacheles zum Frauentag: Grund waren die „tollen“ Vorschläge einer US-amerikanischen Autorin, dass Frauen doch bitte schön eine nette Rolle spielen sollten beim Dating, statt wirkliche Eigenschaften zu zeigen. Fragt sich nur, ob sie als Schlampe, Weibchen oder Zimperliese auftreten sollten. Damit „ganz gewöhnliche“ Frauen, die wissen, was sie tun, auch zum Zuge kamen, gab es eine Rose – und einen recht heftigen Hinweis darauf, dass man doch die neue „geschlechtsspezifische“ Beratungs- und Datingliteratur besser den Hasen geben sollte. Es ist ja bald Ostern – vielleicht frisst der Osterhase ja Papier.
Oh, ein bisschen geschlechtsspezifisch waren wir auch: Nachdem wir uns schon zuvor gefragt hatten, wie Frauen einen Millionär (nein, keinen Forint-Millionär) angeln können, haben wir und diesmal den Herren zugewandt, die eine reiche Braut suchen. Übrigens war das durchaus ernst gemeint, wenngleich es auch nicht für jeden Mann geeignet ist.
Auch eine Fernbeziehung ist nicht für alle Menschen gleich sinnvoll. Die Liebepur weiß, was für Fernbeziehungen sinnreich ist und was nicht – und nennt die Chancen und Risiken. Wollen Sie auch einen Blick in die Liebeszeitung zum Thema "Fernbeziehung" werfen?
Für die sensationshungrigen Menschen unter Ihnen hätte ich diese Woche noch einen US-Frauenmörder, der einst bin einer Dating-Show auftrat.
Lustig war es mal wieder bei den Studien: Wer wissen wollte, wie viele Deutsche mit ihren Partnern zusammen pinkeln oder jedenfalls das „Badezimmer miteinander benutzen“, kam auf seien Kosten. Was ich sonst so an Humor fand, finde ich nicht zum Lachen: Weder eine Kabarettistin, die zu viele Männer auf die Bühne bringt, noch einen Autor, der ebenfalls mit „Hunderten von Frauen“ prahlt, die er beflirtet haben will – muss ziemlich anstrengende gewesen sein, finde ich.
Wie immer haben ich versucht, auf andere Blogs zu verweisen, aber die Bloggerinnen und Blogger waren diese Woche sehr müde. Immerhin fand ich ein paar Anmerkungen bei Friendscout24 über streitende Paare und eine Anmerkung bei Herzklopfen – neu.de zum Boulevard-Knüller „schwuler Fußball“. Der meiner Meinung nach beste Blogbeitrag der Woche kam diesmal von be2, wo man sich fragt, ob der „Richtige“ nun „richtig richtig“ ist.
Ja, ich weiß nicht, ob es das Wetter war, liebe Leserinnen und Leser, das uns die Lust an der Liebe vergällt – jedenfalls konnte ich Ihnen nicht mehr berichten. Aber Sie haben es ja bemerkt: Wenn es etwas Neues gibt, gehört die Liebepur immer zu den Ersten, die es wissen – und verstehen. Das ist, mit allem gebotenen Respekt, nicht überall bei den Pressekollegen der Fall.
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Diese Woche (9/2010) in Dating: Verschlossen wie die Austern
Die Teilnehmer am Dating-Markt sind verschlossen wie die Austern, wenn es um wirtschaftliche Kerndaten, die „Geheimrezepte“ ihrer Psychotests oder auch nur um die Prognosen für die Branche geht. Ich musste dies diese Woche erfahren, als das Nielseninstitut Zahlen veröffentlichte, die der Branche offenbar erheblich sauer aufgestoßen sind – so zugeknöpft wie in diesem Fall haben sie noch nie reagiert. Offenbar war ihnen peinlich, wie viel Geld sie in die Werbung pumpen. Dabei ist es so, dass die Werbeausgaben bei den meisten Unternehmen gar nicht stiegen, sondern fielen. Mein Hinweis an die Branche, dass man aus den geschätzten aktuellen Netto-Mitgliederzahlen anhand von Wahrscheinlichkeitsrechnen die Kosten pro Mitglied und pro zahlendes Mitglied errechnen könne, fanden ebenso wenig Resonanz wie die Anfrage, ob es stimme, dass man ein Drittel des Umsatzes in Werbung investiere: Schweigen wie die Austern.
Wissen Sie, liebe Leserinnen, liebe Leser – ich habe keine Lust, mir Austernzangen zu besorgen. Ich frage mich aber, warum es ausgerechnet gut verdienenden Wirtschaftsunternehmen peinlich ist, Werbeausgaben in Millionenhöhe zu haben und nicht dazu zu stehen. Irgendwie befremdet mich so etwas.
Einer der Spitzen-Werber, eDarling, hat übrigens einen neuen Partner: eHarmony – das habe ich schon lange vermutet, nachdem es heiß, dass eHarmony in den deutschen Markt einsteigen wollte. Nun sind die US-Amerikaner also „indirekt“ drin. Ob es der richtige Weg war? Der deutsche Markt gilt als übermäßig lecker, weil hier nach wie vor klotzig verdient wird – aber eben nicht für alle. Man kann also nur abwarten.
Die „traditionelle Partnervermittlung“ ist gerade wieder stark im Gespräch, und ich vermute den Grund in den Irritationen der letzten Monate, die überwiegend von süffisanten Vermutungen über allerlei Lügen im Internet ausgingen: Interessierte Kreise verbreiteten Sie, und Journalisten greifen dieses Futter immer begierig auf: Flunkereien und Betrügereien, und seien sie auch an den Haaren herbeigezogen, kommen immer gut: Heia Safari. Es ist erstaunlich, dass die Dating-Branche nie dagegenhält – ihr geht es derzeit einfach zu gut. Ob man sich als Online-Partnervermittler allerdings mit den Attributen „Handverlesener“ Partnervermittler schmücken sollte, bezweifle ich.
Übrigens gilt das Gleiche, was ich für Journalisten sagte, auch für Schriftsteller(innen): Miese Datingergebnisse, bei denen man selbst aber immer Klasse rauskommt, punkten am meisten. Wie schade.
Weil ich gerade so schön beim Journalismus bin: Da passt natürlich wieder mal, wie die Handfläche auf die Backe (batsch, batsch), dass die liebe Boulevardpresse herumtönt, ein hoher IQ führe bei Männern dazu, weniger Seitensprünge zu haben. Na klar, das hat eine Londoner Wissenschaftlerin an US-amerikanischen Teenagern und anderen sehr jungen Leuten festgestellt. Teenies müssen unheimlich kompetent für Seitensprünge sein und Journalisten sollten vielleicht wenigstens einmal nachrecherchieren, bevor sie so etwas schreiben.
Ach ja, und so nach und nach dämmert es offenbar den Superlativ-Dummschwätzern, wie blöd es ist, immer vom Traumpartner, vom besten aller möglichen Partner und weiß-der-Henker-welchen Superlativen noch zu schwafeln. Jedenfalls meine ich einen gegenläufigen Trend zu erkennen, zum Beispiel erkläre ich gerne, warum ein guter Mann schwer zu finden ist und wie sich dies ändern ließe. Gilt übrigens auch umgekehrt, und hier noch ein weiterer Artikel dazu – gegen den wieder angefachten Geschlechterkampf und für mehr Vernunft.
Berater sind oft merkwürdig: Man solle beim ersten Date doch als Frau bitteschön eine aufgesetzte Rolle spielen, sagt – na, wer wohl? Eine US-Amerikanerin. Dem hätten wir etwas entgegenzusetzen. Andere Kollegen schreiben da wesentlich interessanter: Früher war nicht alles besser, Dating zum Beispiel war noch viel undurchsichtiger und noch bei Weitem betrügerischer als heute.
In der Spaßfraktion fragten wir uns diesmal, warum es „wissenschaftlich“ gleich ist, ob Sie besseren Oralsex haben wollen oder besser Klavier spielen wollen. Die Schweizer stritten derweil um ein Kinder-Kondom, und deren Christenpartei fand das gar nicht spaßig. Die Schweiz hatte auch Glück: Sie kann sich jetzt diese dämlichen Kuppelshows sparen – Deutsche werden wohl noch lange darauf warten müssen, bis der Mist endlich in der Versenkung verschwindet.
Was noch war? Gelegenheitssex ist angeblich Selbstverwirklichung (fein, da brauchen Sie schon keine Kurse zur Persönlichkeitsbildung mehr) und laszive Mädchen sagen Ihnen, dass sie mal mit Ihnen über Fußball reden wollen, und Asexuelle scheinen eine tolle Nische zu sein, genau wie Esoteriker, und wenn einem absolut kein anderes Wort für Dating mehr einfällt, dann können Sie Flirt schreiben – falls es darum geht, dieses Wort auch noch vor die Hunde zu bringen. Ein Kollege wollte uns noch erklären, was denn nun so toll an Matchingsystemen ist und Friendscout24 hat jetzt einen Liebesdoktor.
Bis zur nächsten Wochen - und wenn Sie mal etwas von der Liebepur wollen: Rufen Sie doch einfach an oder schreiben Sie uns eine Email. Wir reden über fast alles mit Ihnen.
Wissen Sie, liebe Leserinnen, liebe Leser – ich habe keine Lust, mir Austernzangen zu besorgen. Ich frage mich aber, warum es ausgerechnet gut verdienenden Wirtschaftsunternehmen peinlich ist, Werbeausgaben in Millionenhöhe zu haben und nicht dazu zu stehen. Irgendwie befremdet mich so etwas.
Einer der Spitzen-Werber, eDarling, hat übrigens einen neuen Partner: eHarmony – das habe ich schon lange vermutet, nachdem es heiß, dass eHarmony in den deutschen Markt einsteigen wollte. Nun sind die US-Amerikaner also „indirekt“ drin. Ob es der richtige Weg war? Der deutsche Markt gilt als übermäßig lecker, weil hier nach wie vor klotzig verdient wird – aber eben nicht für alle. Man kann also nur abwarten.
Die „traditionelle Partnervermittlung“ ist gerade wieder stark im Gespräch, und ich vermute den Grund in den Irritationen der letzten Monate, die überwiegend von süffisanten Vermutungen über allerlei Lügen im Internet ausgingen: Interessierte Kreise verbreiteten Sie, und Journalisten greifen dieses Futter immer begierig auf: Flunkereien und Betrügereien, und seien sie auch an den Haaren herbeigezogen, kommen immer gut: Heia Safari. Es ist erstaunlich, dass die Dating-Branche nie dagegenhält – ihr geht es derzeit einfach zu gut. Ob man sich als Online-Partnervermittler allerdings mit den Attributen „Handverlesener“ Partnervermittler schmücken sollte, bezweifle ich.
Übrigens gilt das Gleiche, was ich für Journalisten sagte, auch für Schriftsteller(innen): Miese Datingergebnisse, bei denen man selbst aber immer Klasse rauskommt, punkten am meisten. Wie schade.
Weil ich gerade so schön beim Journalismus bin: Da passt natürlich wieder mal, wie die Handfläche auf die Backe (batsch, batsch), dass die liebe Boulevardpresse herumtönt, ein hoher IQ führe bei Männern dazu, weniger Seitensprünge zu haben. Na klar, das hat eine Londoner Wissenschaftlerin an US-amerikanischen Teenagern und anderen sehr jungen Leuten festgestellt. Teenies müssen unheimlich kompetent für Seitensprünge sein und Journalisten sollten vielleicht wenigstens einmal nachrecherchieren, bevor sie so etwas schreiben.
Ach ja, und so nach und nach dämmert es offenbar den Superlativ-Dummschwätzern, wie blöd es ist, immer vom Traumpartner, vom besten aller möglichen Partner und weiß-der-Henker-welchen Superlativen noch zu schwafeln. Jedenfalls meine ich einen gegenläufigen Trend zu erkennen, zum Beispiel erkläre ich gerne, warum ein guter Mann schwer zu finden ist und wie sich dies ändern ließe. Gilt übrigens auch umgekehrt, und hier noch ein weiterer Artikel dazu – gegen den wieder angefachten Geschlechterkampf und für mehr Vernunft.
Berater sind oft merkwürdig: Man solle beim ersten Date doch als Frau bitteschön eine aufgesetzte Rolle spielen, sagt – na, wer wohl? Eine US-Amerikanerin. Dem hätten wir etwas entgegenzusetzen. Andere Kollegen schreiben da wesentlich interessanter: Früher war nicht alles besser, Dating zum Beispiel war noch viel undurchsichtiger und noch bei Weitem betrügerischer als heute.
In der Spaßfraktion fragten wir uns diesmal, warum es „wissenschaftlich“ gleich ist, ob Sie besseren Oralsex haben wollen oder besser Klavier spielen wollen. Die Schweizer stritten derweil um ein Kinder-Kondom, und deren Christenpartei fand das gar nicht spaßig. Die Schweiz hatte auch Glück: Sie kann sich jetzt diese dämlichen Kuppelshows sparen – Deutsche werden wohl noch lange darauf warten müssen, bis der Mist endlich in der Versenkung verschwindet.
Was noch war? Gelegenheitssex ist angeblich Selbstverwirklichung (fein, da brauchen Sie schon keine Kurse zur Persönlichkeitsbildung mehr) und laszive Mädchen sagen Ihnen, dass sie mal mit Ihnen über Fußball reden wollen, und Asexuelle scheinen eine tolle Nische zu sein, genau wie Esoteriker, und wenn einem absolut kein anderes Wort für Dating mehr einfällt, dann können Sie Flirt schreiben – falls es darum geht, dieses Wort auch noch vor die Hunde zu bringen. Ein Kollege wollte uns noch erklären, was denn nun so toll an Matchingsystemen ist und Friendscout24 hat jetzt einen Liebesdoktor.
Bis zur nächsten Wochen - und wenn Sie mal etwas von der Liebepur wollen: Rufen Sie doch einfach an oder schreiben Sie uns eine Email. Wir reden über fast alles mit Ihnen.
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Diese Woche in Dating (8/2010) - Nutzen und Schaden?
Wem nützt eigentlich die Liebe? Na, werden Sie sagen, "der spinnt ja ganz schön". Kein Mensch fragt sich so etwas, nicht wahr? Nun, und wem schadet sie? Wohl auch kaum einem Erwachsenen, der sich seiner Verantwortung bewusst ist – solange er sie mit einem anderen Erwachsenen praktiziert.
Genauso so könnte man fragen, wem denn nun Online-Dating nützt oder schadet. Hoffen wird doch einmal, dass es nicht nur die Fernsehsender und andere Werbemedien sind, die sich über die Werbeeinnahmen von Friendscout24.de oder eDarling freuen. Es wäre nicht schlecht, wenn alle (nicht nur die Genannten) einmal darüber nachdenken würden, dass sie nicht ausschließlich für den Profit, sondern auch für Menschen arbeiten, die herrlich und ernsthaft nach Partner suchen. Ich versuche gar nicht erst, die Werbeausgaben in eine Relation zu den Mitgliederzahlen zu stellen, sondern stelle nur fest: Neumitglieder sind teuer geworden – so teuer, dass sich das Geschäft für Neueinsteiger kaum noch lohnt. Es sei denn, man pumpt Geld, das einem nicht gehört, in Unternehmen, die wie schillernde Seifenblasen am Horizont wirken. Wenn wirklich so viele Unternehmen scheitern – warum gibt es dann noch so viel Risikokapital für Neugründer im erweiterten Dating-Segment? Nun, vielleicht können mir dies ja einmal die Geldgeber selbst beantworten.
Übrigens gab mir gerade eine Dame zu denken, die offenbar davon ausging, dass Singles immer ledig sind – das sind sie nicht, und es gibt oft gute Gründe dafür. Wer nicht gerade eine stockkatholische Eheauffassung hat, dürfte dies begreifen. Offenbar musste auch die Freundin von Til Schweiger daran knabbern – kein Bedauern, Mademoiselle. Ja, was nützt da schon eine Single-Bewertung, Stichwort: Koydo? Er ist verheiratet – na und?
Es wird überhaupt mal wieder „getestet“, was das Zeug hält. Was ich von dieser Pressemitteilung halten soll, weiß ich bis heute nicht, und ich glaube nicht einmal, dass sich der Sieger ElitePartner besonders darüber gefreut hat, wohingegen bei neu.de die Freude vermutlich größer ist, weil das Institut, das getestet hatte, erstens sehr angesehen ist und zweitens “richtige Menschen“ ins Rennen schickte.
Warum wir die Serie „Wie Sie 2010 sicher einen Partner finden“ abgebrochen haben? Weil auch wir an einem Punkt angelangt sind, in dem wir nicht mehr die besten Perlen kostenlos auf den Markt werfen wollen, und auch wir uns Ziele für das Jahr 2010 gesetzt haben. Guter Rat soll zwar bei uns auch nicht teuer werden, aber er soll eben auch bezahlt werden, denn Abzocke besteht nicht nur darin, Geld von Kunden zu verlangen, sondern auch darin, Experten abzumelken.
Die Wissenschaft stellte im Übrigen gerade fest, dass Gelegenheitssex nicht meschugge macht, was jeder von uns vermutlich auch schon vorher wusste. Wer genau hinsieht, der bemerkt, dass dies eher ein Nebenprodukt einer ganz anderen Forschungsarbeit war – der übliche Trick, um mal wieder in die Presse zu kommen. Auch nicht gerade so schrecklich neu: Die Großstadt bietet nicht nur Kontaktmöglichkeiten, sondern auch Gelegenheit zur Vereinsamung. Noch mehr Wissenschaft? Cougars sind gar keine, sondern edle Menschen, die nichts als jüngere Partner suchen, um glücklich zu sein. Die Forschung in Ehren, aber sie deckt nur einen Teil jener Damen ab, die Jüngelchen abwildern. Das weiß natürlich auch die Forscherin, die vorsichtshalber nur Beziehungen ansah, die wenigstens drei Jahre überstanden. Die Liebeszeitung sah dies etwas anders und beleuchtet auch die Beziehungen, die andere Grundlagen haben. Übrigens fragte sich die Liebeszeitung diese Woche auch, was denn eigentlich die Liebe kostet – und wie die Sache mit der „englischen Erziehung“ eigentlich wirklich aussieht.
Das Eigenartigste diese Woche war eine Notiz im Friendscout-Blog, bei dem ich mir die Frage stellte: Welcher Kundenkreis soll denn nun mit so etwas angesprochen werden?
Nein, mehr fand ich nicht für Sie diese Woche. Leider war das Fazit oft „es nützt nix aber es schadet auch nix“ – aber das empfinde ich als zu wenig. Der Branche fehlen im Moment die wirklichen „Knaller“ – aber wer weiß, wer weiß – der Frühling soll ja alle Bäume wieder grün machen, und ein bisschen mehr als die übliche „Betulichkeit“ täte auch den Partneragenturen ganz gut, finde ich.
Was ich noch sagen wollte, müsste oder könnte? Nun, vor allem, dass wir einmal wieder die schnellsten in der Verbreitung von zutreffenden Nachrichten aus dem Dating-Bereich waren. Der Content der Liebepur bleibt übrigens frei - nur mit freizügig gegebenen Anleitungen zur Partnerwahl halten wir uns in Zukunft ein bisschen zurück und veröffentlichen nur noch Kurztipps. Soll ich dies noch einmal sagen, obwohl es wie Eigenlob klingt? Wir gehören definitiv zu den drei bis fünf führenden und meinungsbildenden Medien am Online-Dating-Markt. Das haben wir natürlich nicht aus einer Studie, sondern von einem Marktteilnehmer. Vielleicht kann ich Ihnen nächste Woche dazu mehr verraten. Bis dahin: Sagen Sie uns doch mal, worüber Sie gerne mehr Informationen hätten.
Genauso so könnte man fragen, wem denn nun Online-Dating nützt oder schadet. Hoffen wird doch einmal, dass es nicht nur die Fernsehsender und andere Werbemedien sind, die sich über die Werbeeinnahmen von Friendscout24.de oder eDarling freuen. Es wäre nicht schlecht, wenn alle (nicht nur die Genannten) einmal darüber nachdenken würden, dass sie nicht ausschließlich für den Profit, sondern auch für Menschen arbeiten, die herrlich und ernsthaft nach Partner suchen. Ich versuche gar nicht erst, die Werbeausgaben in eine Relation zu den Mitgliederzahlen zu stellen, sondern stelle nur fest: Neumitglieder sind teuer geworden – so teuer, dass sich das Geschäft für Neueinsteiger kaum noch lohnt. Es sei denn, man pumpt Geld, das einem nicht gehört, in Unternehmen, die wie schillernde Seifenblasen am Horizont wirken. Wenn wirklich so viele Unternehmen scheitern – warum gibt es dann noch so viel Risikokapital für Neugründer im erweiterten Dating-Segment? Nun, vielleicht können mir dies ja einmal die Geldgeber selbst beantworten.
Übrigens gab mir gerade eine Dame zu denken, die offenbar davon ausging, dass Singles immer ledig sind – das sind sie nicht, und es gibt oft gute Gründe dafür. Wer nicht gerade eine stockkatholische Eheauffassung hat, dürfte dies begreifen. Offenbar musste auch die Freundin von Til Schweiger daran knabbern – kein Bedauern, Mademoiselle. Ja, was nützt da schon eine Single-Bewertung, Stichwort: Koydo? Er ist verheiratet – na und?
Es wird überhaupt mal wieder „getestet“, was das Zeug hält. Was ich von dieser Pressemitteilung halten soll, weiß ich bis heute nicht, und ich glaube nicht einmal, dass sich der Sieger ElitePartner besonders darüber gefreut hat, wohingegen bei neu.de die Freude vermutlich größer ist, weil das Institut, das getestet hatte, erstens sehr angesehen ist und zweitens “richtige Menschen“ ins Rennen schickte.
Warum wir die Serie „Wie Sie 2010 sicher einen Partner finden“ abgebrochen haben? Weil auch wir an einem Punkt angelangt sind, in dem wir nicht mehr die besten Perlen kostenlos auf den Markt werfen wollen, und auch wir uns Ziele für das Jahr 2010 gesetzt haben. Guter Rat soll zwar bei uns auch nicht teuer werden, aber er soll eben auch bezahlt werden, denn Abzocke besteht nicht nur darin, Geld von Kunden zu verlangen, sondern auch darin, Experten abzumelken.
Die Wissenschaft stellte im Übrigen gerade fest, dass Gelegenheitssex nicht meschugge macht, was jeder von uns vermutlich auch schon vorher wusste. Wer genau hinsieht, der bemerkt, dass dies eher ein Nebenprodukt einer ganz anderen Forschungsarbeit war – der übliche Trick, um mal wieder in die Presse zu kommen. Auch nicht gerade so schrecklich neu: Die Großstadt bietet nicht nur Kontaktmöglichkeiten, sondern auch Gelegenheit zur Vereinsamung. Noch mehr Wissenschaft? Cougars sind gar keine, sondern edle Menschen, die nichts als jüngere Partner suchen, um glücklich zu sein. Die Forschung in Ehren, aber sie deckt nur einen Teil jener Damen ab, die Jüngelchen abwildern. Das weiß natürlich auch die Forscherin, die vorsichtshalber nur Beziehungen ansah, die wenigstens drei Jahre überstanden. Die Liebeszeitung sah dies etwas anders und beleuchtet auch die Beziehungen, die andere Grundlagen haben. Übrigens fragte sich die Liebeszeitung diese Woche auch, was denn eigentlich die Liebe kostet – und wie die Sache mit der „englischen Erziehung“ eigentlich wirklich aussieht.
Das Eigenartigste diese Woche war eine Notiz im Friendscout-Blog, bei dem ich mir die Frage stellte: Welcher Kundenkreis soll denn nun mit so etwas angesprochen werden?
Nein, mehr fand ich nicht für Sie diese Woche. Leider war das Fazit oft „es nützt nix aber es schadet auch nix“ – aber das empfinde ich als zu wenig. Der Branche fehlen im Moment die wirklichen „Knaller“ – aber wer weiß, wer weiß – der Frühling soll ja alle Bäume wieder grün machen, und ein bisschen mehr als die übliche „Betulichkeit“ täte auch den Partneragenturen ganz gut, finde ich.
Was ich noch sagen wollte, müsste oder könnte? Nun, vor allem, dass wir einmal wieder die schnellsten in der Verbreitung von zutreffenden Nachrichten aus dem Dating-Bereich waren. Der Content der Liebepur bleibt übrigens frei - nur mit freizügig gegebenen Anleitungen zur Partnerwahl halten wir uns in Zukunft ein bisschen zurück und veröffentlichen nur noch Kurztipps. Soll ich dies noch einmal sagen, obwohl es wie Eigenlob klingt? Wir gehören definitiv zu den drei bis fünf führenden und meinungsbildenden Medien am Online-Dating-Markt. Das haben wir natürlich nicht aus einer Studie, sondern von einem Marktteilnehmer. Vielleicht kann ich Ihnen nächste Woche dazu mehr verraten. Bis dahin: Sagen Sie uns doch mal, worüber Sie gerne mehr Informationen hätten.
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Diese Woche (7/2010) in Dating: Na und?
Meine Woche begann diesmal schon am Samstag mit den Psychospielereien der Branche: Spiritualität als Gegensatz zur Rationalität? Nicht mit mir – man kann die Wahrheit nicht beliebig zu Werbezwecken manipulieren. Wer da wirklich spirituell ist, der findet angeblich seinen Kontakt im katholischen Netzwerk – mit bischöflichem Segen.
Die Presse beschäftigte sich – vor allem natürlich anlässlich des Valentinstags – mal wieder ausführlich mit Liebe und Dating, mal nachdenklicher, mal weniger nachdenklich. Nein, ob Flirt oder fester Partner entscheidet sich nicht ausschließlich bei der Wahl des Anbieters, sondern durchaus auch situativ beim Date. Das Leben kann eben ganz schön hart sein. Wen nicht recherchiert, sondern spekuliert, der verrechnet sich gleich mal um ein paar Millionen Euro. Richtiger ist da schon, dass zehn Dates normalerweise genügen sollten, um den Partner zu finden, den man gesucht hat – warum eigentlich noch mehr? Da wundert mich auch nicht, wenn Reklame für ein Buch gemacht wird, das nun wirklich nur in den USA seine Berechtigung findet. Überhaupt die USA – dort wird gerade versucht, Twitter als Datingseite hochzujubeln. Da sag ich mal gehässig: Wo Tila Tequila ist, da sind Sie fehl am Platze – jedenfalls als Partnersuchender – ansonsten können Sie hinauszwitschern, was Sie wollen – nur bitte nichts Persönliches. Das kann nämlich von geeigneten Data-Mining Programmen ausgewertet werden. Was mich schnell noch einmal auf Koydo bringt: Der Wirbel, der darum gemacht wurde, scheint mir nicht mehr gerechtfertigt: Eine Web 2.0-Anwendung wie viele andere auch, deren Wert umstritten ist wie der Wert anderer Anwendungen ähnlicher Art auch. So what? („na und?“). Das dachte sich möglicherweise auch die Branche und duckte sich ein wenig, als ich um Stellungnahmen dazu bat.
Was wirklich Sache ist, finden Sie bei uns – wo eigentlich sonst? Wir bezeichnen uns ja nicht als „Onlinedating Branchendienst“, gehören aber immerhin zu den drei bis fünf einflussreichsten Meinungsbildnern – das Zitat stammt nicht von mir, wie Sie sich vorstellen können. Nun, also: Wenn Sie etwas über die erste Email lesen wollen, dann lesen Sie hier – ansonsten sollten Sie mich mal kontaktieren – dann schreibe ich mehr darüber. Ein klitzekleines Bisschen – und noch dazu geschlechtsspezifisch – habe ich am Donnerstag für Sie geschrieben.
Ja und nun?
Beinahe hätte ich ein wirklich interessantes Buch übersehen, das ich Ihnen aber nun wirklich nicht vorenthalten wollte. Lesen Sie, warum ich ausnahmsweise empfehle, doch mal etwas „typische“ humorvolle Dating-Literatur zu lesen, vor allem, wenn Sie eine Frau und über 50 sind.
Ansonsten? Auch Schwaben wollen verkuppelt werden, oder was dachten Sie? Oh, ich hätte den Karneval vergessen, meinen Sie? Na, über den schrieb ich anderwärts, und überhaupt - was ist schon Karneval? Am Aschermittwoch ist noch fast gar nichts vorbei, oder? Und natürlich: Bleiben Sie meinem kleinen Magazin gewogen, und empfehlen Sie es weiter, verlinken Sie so häufig wie möglich, das nützt allen - und falls Sie aus der Branche sind: Wenn Sie etwas wirklich Neues haben, interessiert das die Liebepur natürlich sehr. Es ist immer besser, Sie reden mit mir, als wenn ich mit anderen über Sie rede, nicht wahr?
Die Presse beschäftigte sich – vor allem natürlich anlässlich des Valentinstags – mal wieder ausführlich mit Liebe und Dating, mal nachdenklicher, mal weniger nachdenklich. Nein, ob Flirt oder fester Partner entscheidet sich nicht ausschließlich bei der Wahl des Anbieters, sondern durchaus auch situativ beim Date. Das Leben kann eben ganz schön hart sein. Wen nicht recherchiert, sondern spekuliert, der verrechnet sich gleich mal um ein paar Millionen Euro. Richtiger ist da schon, dass zehn Dates normalerweise genügen sollten, um den Partner zu finden, den man gesucht hat – warum eigentlich noch mehr? Da wundert mich auch nicht, wenn Reklame für ein Buch gemacht wird, das nun wirklich nur in den USA seine Berechtigung findet. Überhaupt die USA – dort wird gerade versucht, Twitter als Datingseite hochzujubeln. Da sag ich mal gehässig: Wo Tila Tequila ist, da sind Sie fehl am Platze – jedenfalls als Partnersuchender – ansonsten können Sie hinauszwitschern, was Sie wollen – nur bitte nichts Persönliches. Das kann nämlich von geeigneten Data-Mining Programmen ausgewertet werden. Was mich schnell noch einmal auf Koydo bringt: Der Wirbel, der darum gemacht wurde, scheint mir nicht mehr gerechtfertigt: Eine Web 2.0-Anwendung wie viele andere auch, deren Wert umstritten ist wie der Wert anderer Anwendungen ähnlicher Art auch. So what? („na und?“). Das dachte sich möglicherweise auch die Branche und duckte sich ein wenig, als ich um Stellungnahmen dazu bat.
Was wirklich Sache ist, finden Sie bei uns – wo eigentlich sonst? Wir bezeichnen uns ja nicht als „Onlinedating Branchendienst“, gehören aber immerhin zu den drei bis fünf einflussreichsten Meinungsbildnern – das Zitat stammt nicht von mir, wie Sie sich vorstellen können. Nun, also: Wenn Sie etwas über die erste Email lesen wollen, dann lesen Sie hier – ansonsten sollten Sie mich mal kontaktieren – dann schreibe ich mehr darüber. Ein klitzekleines Bisschen – und noch dazu geschlechtsspezifisch – habe ich am Donnerstag für Sie geschrieben.
Ja und nun?
Beinahe hätte ich ein wirklich interessantes Buch übersehen, das ich Ihnen aber nun wirklich nicht vorenthalten wollte. Lesen Sie, warum ich ausnahmsweise empfehle, doch mal etwas „typische“ humorvolle Dating-Literatur zu lesen, vor allem, wenn Sie eine Frau und über 50 sind.
Ansonsten? Auch Schwaben wollen verkuppelt werden, oder was dachten Sie? Oh, ich hätte den Karneval vergessen, meinen Sie? Na, über den schrieb ich anderwärts, und überhaupt - was ist schon Karneval? Am Aschermittwoch ist noch fast gar nichts vorbei, oder? Und natürlich: Bleiben Sie meinem kleinen Magazin gewogen, und empfehlen Sie es weiter, verlinken Sie so häufig wie möglich, das nützt allen - und falls Sie aus der Branche sind: Wenn Sie etwas wirklich Neues haben, interessiert das die Liebepur natürlich sehr. Es ist immer besser, Sie reden mit mir, als wenn ich mit anderen über Sie rede, nicht wahr?
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Diese Woche (6) in Dating – Koydo, Affären und Bücher
Es gibt ein Wort, das mit zum Hals heraushängt: Sex-Skandale. In Wahrheit geht es dabei gar nicht um Skandale, sondern um mehr oder weniger harmlose Affären, die im Leben nun einmal vorkommen. Ich meine, habe die Kollegen von der Boulevardpresse wirklich nichts anderes zu tun, als über Lächerlichkeiten wie die Affären von irgendwelchen Leuten zu schreiben, die zufällig auch Golf oder Fußball spielen? Überhaupt: Seitensprünge – die einschläfigen Agenturen dröhne mir die die Ohren voll, wie wichtig die doch sind. Na klar sind die wichtig, damit sich die Kassen der Agenturen füllen – aber ansonsten sind arrangierte Seitensprünge eher ärgerlich – und es ist einfach geschmacklos, dafür ständig aufdringliche Pressemitteilungen zu versenden.
Pressemitteilungen – wohin man blickt – mal ehrlich, ich veröffentliche lieber eine von Philips über Liebespielzeuge als die zwanzigste Variante der „spanenden“ Frage, wem ein Seitensprung nützt – möglicherweise Detektiven und Scheidungsanwälten. Apropos Pressemitteilungen – ich glaube nicht, dass Vegetarier allein mit Vegetariern glücklich werden können, sonder bin der festen Überzeugung, dass die Liebe mit Grünkohl und Kartoffeln ebenso gelingen kann wie mit Grünkohl und Pinkelwurst. Ja, die heißt wirklich so. Jedenfalls war ich am vergangenen Wochenende erst bei einem Paar zu Gast, bei dem das wirklich gut klappt.
Diese Woche war bei mir Koydo-Woche, die beiden Teile des Interviews mit Dr. Ulrich Schacht können Sie hier und hier nachlesen. Ich wollte ehrlich gesagt noch viel mehr dazu veröffentlichen. Das Problem ist nur: Das Thema Koydo wird derzeit groß aufgehängt, und es ist möglicherweise gar nicht so wichtig, wie gedacht, denn die Zeit der Partnersuche ist auf wenige Monate begrenzt: Das „Produkt Mensch“ ist also zumeist schon wieder vom Markt, bevor die Beurteilung überhaupt zum Tragen kommt. Trotz alldem – nächst Woche bringe ich die Zusammenfassung der inzwischen eingeholten Meinungen.
Übrigens bin ich ziemlich verwundert über die Stellungnahmen verschiedener Unternehmen: Eines tat so, als gehe es die Sache gar nichts an, eines schweigt und eines wollte sich nicht festlegen. Eine Meinung dazu zu haben, ist offenbar sogar manchen Geschäftsführern zu heikel. Denken Sie sich Ihren Teil – ich habe es auch getan.
Im zweiten Teil des Interviews können Sie dann lesen, dass es feine Unterschiede zwischen „anonym sein“ und „greifbar sein“ gibt – und wie Sie Ihren Nick schützen können. In der Liebeszeitung, die an Online-Dating bekanntlich nicht so interessiert ist, steht übrigens, dass man die Nicks von Gelegenheitshuren am besten zurückverfolgen kann.
Übrigens war die Branche über diesen Artikel relativ verblüfft: „Ja, kann es denn sein, dass sich jemand in unseren wertvollen Psychotest nicht wiedererkennt?“ Ja, das kann sein – nur interessiert das offenbar unsere Online-Partnervermittler nicht die Bohne. Doch keine Angst, Damen und Herren – Sie werden dennoch empfohlen. Wie man mit gewissen Abweichungen zwischen seiner Persönlichkeit und der Welt der Online-Partertests umgehen kann, lesen Sie bitte bei mir nach.
Außer mit Seitensprüngen wurde ich diese Woche natürlich mit dem Valentinstag zugedröhnt – irgendwann kommt er mir mal zu den Ohren heraus. Wenn ich jetzt sage, ich hätte davon außer in den tatsächlich veröffentlichten Pressemitteilungen hier und hier und hier auch noch hierund hier und hier gelesen – ja, was nützt es Ihnen dann? Richtig – gar nichts. Nichts ist so abgebrannt wie der Valentinstag, wenn es um die Partnersuche geht.
Apropos Seitensprünge – ich habe diese Woche auch jemandem „auf die Sprünge“ geholfen – das internationale Angebot von Friendscout24.de kam nämlich irgendwie nicht mehr im Ausland an – und niemand hatte es gemerkt. Jetzt funktioniert es weider.
Weitere Branchen-News, die für alle interessant sind? Klar - neu.de und match.com (Europa) haben ihre Datenbanken endlich zusammengelegt. Dadurch wird das Single-Angebot für die Mitglieder größer.
Für die Partnersuchenden noch zwei Hinweise: Das Buch „Das Ende der Liebe“ eignet sich bestenfalls als Unterhaltungsliteratur: Nehmen Sie es mit auf ihre nächste IC-Reise – wahrscheinlich legen Sie es nach einer halben Stunde weg und vergessen es beim Aussteigen, weil Sie der Flirt mit ihrer Sitznachbarin vom Gegenteil überzeugt hat. Das Buch wird von der Kritik völlig überbewertet - wie damals das Buch von Ariadne von Schirach („Tanz um die Lust“).
Loben muss ich hingegen das Buch „von der Konkurrenz“ – das „Lob der Vernunftehe“ sollte jeder Partnersuchende gelesen haben, gleich, ob er mit den Thesen dort übereinstimmt oder nicht. Sicher ist dies: Wer Ihnen „Traumpartner“ andrehen will, nimmt den Mund reichlich voll.
Ach, übrigens: Die Scammer schlugen wieder zu und die „New York Times“ ist auch nicht mehr, was sie mal war.
Pressemitteilungen – wohin man blickt – mal ehrlich, ich veröffentliche lieber eine von Philips über Liebespielzeuge als die zwanzigste Variante der „spanenden“ Frage, wem ein Seitensprung nützt – möglicherweise Detektiven und Scheidungsanwälten. Apropos Pressemitteilungen – ich glaube nicht, dass Vegetarier allein mit Vegetariern glücklich werden können, sonder bin der festen Überzeugung, dass die Liebe mit Grünkohl und Kartoffeln ebenso gelingen kann wie mit Grünkohl und Pinkelwurst. Ja, die heißt wirklich so. Jedenfalls war ich am vergangenen Wochenende erst bei einem Paar zu Gast, bei dem das wirklich gut klappt.
Diese Woche war bei mir Koydo-Woche, die beiden Teile des Interviews mit Dr. Ulrich Schacht können Sie hier und hier nachlesen. Ich wollte ehrlich gesagt noch viel mehr dazu veröffentlichen. Das Problem ist nur: Das Thema Koydo wird derzeit groß aufgehängt, und es ist möglicherweise gar nicht so wichtig, wie gedacht, denn die Zeit der Partnersuche ist auf wenige Monate begrenzt: Das „Produkt Mensch“ ist also zumeist schon wieder vom Markt, bevor die Beurteilung überhaupt zum Tragen kommt. Trotz alldem – nächst Woche bringe ich die Zusammenfassung der inzwischen eingeholten Meinungen.
Übrigens bin ich ziemlich verwundert über die Stellungnahmen verschiedener Unternehmen: Eines tat so, als gehe es die Sache gar nichts an, eines schweigt und eines wollte sich nicht festlegen. Eine Meinung dazu zu haben, ist offenbar sogar manchen Geschäftsführern zu heikel. Denken Sie sich Ihren Teil – ich habe es auch getan.
Im zweiten Teil des Interviews können Sie dann lesen, dass es feine Unterschiede zwischen „anonym sein“ und „greifbar sein“ gibt – und wie Sie Ihren Nick schützen können. In der Liebeszeitung, die an Online-Dating bekanntlich nicht so interessiert ist, steht übrigens, dass man die Nicks von Gelegenheitshuren am besten zurückverfolgen kann.
Übrigens war die Branche über diesen Artikel relativ verblüfft: „Ja, kann es denn sein, dass sich jemand in unseren wertvollen Psychotest nicht wiedererkennt?“ Ja, das kann sein – nur interessiert das offenbar unsere Online-Partnervermittler nicht die Bohne. Doch keine Angst, Damen und Herren – Sie werden dennoch empfohlen. Wie man mit gewissen Abweichungen zwischen seiner Persönlichkeit und der Welt der Online-Partertests umgehen kann, lesen Sie bitte bei mir nach.
Außer mit Seitensprüngen wurde ich diese Woche natürlich mit dem Valentinstag zugedröhnt – irgendwann kommt er mir mal zu den Ohren heraus. Wenn ich jetzt sage, ich hätte davon außer in den tatsächlich veröffentlichten Pressemitteilungen hier und hier und hier auch noch hierund hier und hier gelesen – ja, was nützt es Ihnen dann? Richtig – gar nichts. Nichts ist so abgebrannt wie der Valentinstag, wenn es um die Partnersuche geht.
Apropos Seitensprünge – ich habe diese Woche auch jemandem „auf die Sprünge“ geholfen – das internationale Angebot von Friendscout24.de kam nämlich irgendwie nicht mehr im Ausland an – und niemand hatte es gemerkt. Jetzt funktioniert es weider.
Weitere Branchen-News, die für alle interessant sind? Klar - neu.de und match.com (Europa) haben ihre Datenbanken endlich zusammengelegt. Dadurch wird das Single-Angebot für die Mitglieder größer.
Für die Partnersuchenden noch zwei Hinweise: Das Buch „Das Ende der Liebe“ eignet sich bestenfalls als Unterhaltungsliteratur: Nehmen Sie es mit auf ihre nächste IC-Reise – wahrscheinlich legen Sie es nach einer halben Stunde weg und vergessen es beim Aussteigen, weil Sie der Flirt mit ihrer Sitznachbarin vom Gegenteil überzeugt hat. Das Buch wird von der Kritik völlig überbewertet - wie damals das Buch von Ariadne von Schirach („Tanz um die Lust“).
Loben muss ich hingegen das Buch „von der Konkurrenz“ – das „Lob der Vernunftehe“ sollte jeder Partnersuchende gelesen haben, gleich, ob er mit den Thesen dort übereinstimmt oder nicht. Sicher ist dies: Wer Ihnen „Traumpartner“ andrehen will, nimmt den Mund reichlich voll.
Ach, übrigens: Die Scammer schlugen wieder zu und die „New York Times“ ist auch nicht mehr, was sie mal war.
liebe pur - der führende ratgeber für partnersuchende










